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Chris Commons und Andreas Funke (BSV-Marketing) 

Basketball-Regionalligist BSV Wulfen hat auf den verletzungsbedingten Ausfall von US-Powerforward Ryon Howard reagiert. Schon am heutigen Dienstag ist ein Nachfolger in Wulfen eingetroffen: Chris Commons heißt der 2,04 m große Powerforward aus den USA. Er soll schon am Sonntag das Trikot des BSV Wulfen tragen, wenn die Kappenstein-Combo um 18.30 Uhr in der Dorstener Petrinumhalle die Mönchengladbach Lions empfängt.

Am Freitagmorgen hatte der BSV die Diagnose vom Mittelfußbruch im rechten Fuß von Ryon Howard erhalten. Ohne ihren Leistungsträger siegte der BSV am Freitag auf Schalke und am Sonntag gegen die BG Hagen, verteidigte seinen zweiten Tabellenplatz. Doch parallel zu den sportlichen Herausforderungen glühten die Telefondrähte bei Wulfens sportlichem Leiter Volker Cornelisen und Trainer Philipp Kappenstein sowie einigen BSV-Vorstandsmitgliedern. Über die Agentur Scorersfirst, die vor knapp zwei Jahren dem BSV bereits Eric Breland vermittelt hatte, kam der Kontakt zu Christopher Earl Commons, so der volle Name des 25-jährigen US-Amerikaners aus Ohio, zustande.

Sonntagabend, unmittelbar vor dem Heimspiel gegen Hagen, waren sich BSV und Commons einig. Am Montag morgen buchte Georg Feller, beim BSV mit seiner Reiseagentur Terramundi für die Flüge nach Übersee zuständig, einen Flug von Detroit über Amsterdam-Shipol nach Düsseldorf. Am Montagabend (Ortszeit) saß Chris Commons bereits im Flieger, am Dienstagvormittag wurde er von Markus Holtrichter am Düsseldorfer Flughafen abgeholt. Zum Empfangskomitee in Wulfen gehörte dann auch Andreas Funke (Funke medical), der als BSV-Förderer maßgeblich zum Gelingen der spektakulären Neuverpflichtung beigetragen hat.

Chris Commons spielte bis November in der 1. Liga in Bahrain, erzielte am Persischen Golf für den Al Ittihad Basket Club 35 Punkte pro Spiel, holte 10,7 Rebounds im Schnitt. In den USA spielte er bis 2009 für das College-Team von USC Aiken in South Carolina (NCAA II). In der Saison 07/08 war Commons mit 19,1 Punkten und 6,4 Rebounds im Schnitt der "Conference Player of the year".  In der Saison 08/09 holte er 16,8 Punkte pro Spiel und 5,8 Rebounds. Erneut war Chris Commons bester Spieler der Conference, stand im All American NCAA II First Team. Beim Allstar-Game erzielte er 20 Punkte für den Westen beim 138:117-Sieg über den Osten. Wichtiger noch: Sein College führte Commons zum Conference-Titel. Die beiden Spielzeiten, in denen Chris Commons für USC Aiken aktiv war, sind die erfolgreichsten Basketball-Jahre in der Geschichte der Universität.  

Chris Commons schließt beim BSV die Lücke, die durch die Verletzung von Ryon Howard unter den Körben entstanden ist. Zusammen mit Philipp Lensing (2,10 m), Guido Buschmeier (2,08 m) und Daniel Stagneth (2,03 m) bildet der 2,04-m-Mann die neue lange Garde der Kappenstein-Combo. Bereits am Dienstagabend trainiert der 25-Jährige mit der Mannschaft in der Wittenbrinkhalle. Weitere Einheiten am Donnerstag und Freitag folgen, ehe dann am Sonntag die Feuertaufe im Regionalliga-Spiel gegen die Mönchengladbach Lions ansteht (18.30 Uhr, Petrinumhalle).

"Ich bin sehr froh, dass wir so schnell Ersatz für Ryon Howard gefunden haben", freut sich Trainer Philipp Kappenstein über die gute Arbeit hinter den Kulissen des BSV. Der Verein hält parallel zu Commons aber auch an Ryon Howard fest. Die Genesung des gebrochenen Mittelfußes wird von den Teamärzten Dr. Stefan Tisborn und Dr. Marco Landwehr genau verfolgt. Am Dienstagmorgen erhielt Howard einen Spezialschuh, der den rechten Fuß schonen soll. Anfang März könnte Howard wieder einsatzbereit sein, Philipp Kappenstein hat dann die Qual der Wahl zwischen Commons und Howard. "Damit beschäftige ich mich jetzt nicht. Für mich zählt nur das Spiel am Sonntag gegen Gladbach. Dann sehen wir weiter", ist die klare Ansage des Trainers.

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