Mit 107:96 (43:45) haben sich die Münsterland Baskets am Samstagabend im Vest-Derby gegen den GV Waltrop den Sieg gekrallt. Die Zuschauer sahen ein regelrechtes Dreierfestival: Insgesamt 26 Mal schickten beide Teams den Ball aus der Distanz durch die Reuse. Es gab zudem nicht weniger als drei Debuts auf Seiten der Wölfe: Neben den Youngstern Jonas Brozio und "Lakki" Sinnathamby, streifte auch Peter Marčič erstmals, das rot-weiße Trikot über, kam gleich 35 Minuten zum Einsatz, wurde mit 24 Punkten Wulfens Topscorer der Partie, versenkte dabei fünf von sechs Distanzwürfen und sicherte sich damit Standing Ovations. Letztlich landeten in dem Offensivspektakel gleich sechs Wölfe zweistellig, wobei Connell Crossland ein Double-Double schaffte. Das Team von Marsha Owusu Gyamfi hat sich mit dem dritten Saisonsieg aus sieben Spielen ins Mittelfeld der 2. Regionalliga West (Platz 7) vorgearbeitet. Bereits am kommenden Mittwoch (15.11., 19:30 Uhr) steht das nächste Heimspiel an. Dann kommt der Erstregionalliga-Neunte, TV Ibbenbüren, zum Pokalduell in die Gesamtschulhalle.

Peter MarcicDie Gäste aus Waltrop hatten vor rund 300 Zuschauern den besseren Start ins Derby erwischt. Nach fünf Minuten führten sie mit 12:9, angeführt von Routiniers wie Patrick Abraham oder auch Center Stefan Fürst, der unter den Körben oft nach Belieben schalten und walten konnte. Auf der Inneposition machte sich der kurzfristige Ausfall von Wulfens Lukas van Buer bemerkbar, der erkrankt zuhause blieb. Gerade defensiv vermisste Marsha Owusu Gyamfi zudem Felix Riedel, der privat verhindert war. Die Wölfe bekamen aber nun besseren Zugriff auf Gegner und Spiel, legten auch offensiv zu und führten zum Ende des ersten Viertels mit 24:18. Doch dann kamen die Gäste wieder auf, legten einen 12:0-Run hin und konnten sich dementsprechend mit 30:24 absetzen. Bis zur Halbzeitpause wurde es nun ein Kopf-an-Kopfrennen. Nach 20 gespielten Minuten blinkte ein 43:45 auf der Anzeigetafel.

Im dritten Durchgang legten die Münsterland Baskets vermeintlich den Grundstein zum Sieg, setzten sich mit 82:69 ab, schafften zwischenzeitlich ihrerseits einen 12:0-Run. Siegesgewissheit machte sich auf den Rängen breit. Doch nun leisteten sich Thorben Vadder & Co wieder eine Reihe von Unkonzentriertheiten. Diese Ballverluste brachten Waltrop zurück ins Spiel. Gestärkt durch die Rückkehr der Leistungsträger auf dem Feld, nahmen die Wölfe das Heft aber wieder in die Hand und erspielten sich in der Crunchtime ein sicheres Punktepolster. Connell Crossland erzielte den viel umjubelten einhundertsten Punkt. "Der BSV ist wieder da", schallte es in der Gesamtschulhalle.

Die Zuschauer hatten phasenweise ein offensives Feuerwerk gesehen in einer spannenden Partie, in der die Führung gleich 13 Mal wechselte, wobei die Gäste 11 Minuten die Nase vorn hatten. Bei seinem 3-minütigen Kurzeinsatz ließ "Lakki" Sinnathamby sein Talent aufblitzen. Der 17-jährige brachte den Ball mit viel Tempo unter den gegnerischen Korb und setzte dann die Distanzschützen gekonnt in Szene. Marsha Owusu Gyamfi freut sich, nun insgesamt wieder mehr Optionen zu haben, ist die bisherige Saison doch von vielen personellen Ausfällen gezeichnet. Nach dem Pokalspiel unter der Woche geht es für den BSV am kommenden Samstag mit der Partie beim UBC Münster II weiter (16 Uhr, Pascal Gymnasium, Uppenkampstiege 17).

BSV: Paschke (8), Sinnathamby, Brinkschulte (3/1), Gorontzi (15/4), Crossland (18, 14Reb.), Gashi (11/3), Korte, Marčič (24/5), Brozio, Vadder (15), Kleinert (13/3). GV: Salin (6), Schmüdderich (o.E.), Heptner (2), Günsal (4), Fürst (16/2), Abraham (15), Pfahl (24/5), Kottis (23/3), Fichte, Dietrich (o.E.), Noll (o.E.), Langhoff (6). Schiedsrichter: M. Bonk, J. Kusper. Zuschauer: 325.

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