Da werden Erinnerungen wach: Am Donnerstag, 11.10., treffen die Regionalliga-Basketballer des BSV Wulfen in der 2. Runde des WBV-Vereinspokals auf den klassenhöheren SVD Dortmund (11.10., 20.15 Uhr, Gesamtschulhalle Wulfen, Midlicher Kamp, Dorsten). Viele Fans auf beiden Seiten denken gleich an die packenden Duelle zwischen 2004 und 2006. Damals standen sich BSV und SVD dreimal hintereinander in den Finalspielen um den WBV-Pokal gegenüber. 2004 gewann Wulfen den Pokal, hatte zum Pokalhinspiel am 1.4.2004 einen historischen Sonderzug eingesetzt und dann im Rückspiel am 3. April 2004 Vereinsgeschichte geschrieben. Rob Stearns, Bryan Foltice & Co. holten den WBV-Pokal zum zweiten Mal nach Wulfen.

2005 (Wulfens Fans waren mit dem Schiff nach Dortmund gefahren) und 2006 setzte sich dann jeweils der SVD Dortmund durch, der es einige Jahre zuvor sogar bis in die 1. Bundesliga geschafft hatte. Wulfen hatte schon 1991 mit Spielertrainer Toni Bevanda (gegen ETB SW Essen) und dann 2010 unter Philipp Kappenstein (gegen Citybasket Recklinghausen) den WBV-Pokal gewonnen. Der BSV geht also als dreifacher Pokalsieger in die Partie am Donnerstag.
 
Pokalsieger 2004 gegen den SV Dortmund Derne: der BSV Wulfen!

Und die Mannschaft von Trainer Predrag Radanovic ist hochmotiviert. Denn in der vergangenen Saison konnte der BSV die Derne in eigener Halle deutlich bezwingen. Der SVD stieg dann im Sommer als Vizemeister in die 1. Regionalliga auf. Dort sind die Schützlinge vom Derner Urgestein Peter Radegast aber aktuell noch ohne Sieg, haben am Samstag ein ganz wichtiges Spiel vor der Brust. Oberste Priorität bei den Dortmundern genießt der Abstiegskampf in der Regionalliga West. Beim BSV sieht es komplett anders aus: Nach drei Siegen in drei Spielen steht Wulfen auf Platz zwei der 2. Regionalliga, punktgleich mit dem Derner Stadtrivalen TVE Barop - am 3.11. nächster Gast in der Gesamtschulhalle beim absoluten Topspiel der 2. Regionalliga.

Für die Wulfener hatte am Samstag nach dem Auswärtssieg in Bielefeld die vierwöchige Herbstferien-Pause begonnen. Deshalb fehlen gleich auch mehrere Akteure: Patrik Paschke ist im Urlaub, Felix Brinkschulte und Jonas Brozio sind auf Stufenfahrt mit der Schule. Kreshnik Gashi, der auf einen Einsatz gebrannt hatte, ist bis Freitag bei einer Beerdigung in Albanien. Verletzt passen muss Center Tim Terboven. Trotz dieser fünf Ausfälle tritt der BSV mit einem 12er Kader an. Jannik Korte wird, wie schon in der ersten Pokalrunde in Telgte, in der ersten Mannschaft mitwirken. Auch U19-Spieler Simon Landwehr, der aktuell auch im Kader des U19-Bundesligisten Metropol Baskets Ruhr steht, wurde ebenso für den Kader der Herren 1 nominiert. Auf der Centerposition werden erstmals Thorben Vadder, Lukas van Buer, Philipp Lensing und Milan Juskovic als Quartett auflaufen, unterstützt von Jannik Korte und Simon Landwehr. Die "kleinen Positionen" sind mit Bryant Allen, Alexander Winck, Steffen Piechotta, Marcel Gorontzi, Christian Dreißig und Semih Sehovic ebenfalls hochkarätig besetzt - drei Spieler sind 1,95 m und größer.

Für den BSV Wulfen gibt es nur ein Ziel: "Wir möchten gerne in die Runde der letzten 32 Teams im WBV-Pokal einziehen. Der Pokal hat in Wulfen eine besondere Bedeutung", erklärt BSV-Trainer Predrag Radanovic - auch wenn die volle Konzentration der Meisterschaft gilt. Und das Spiel BSV Wulfen gegen SVD Dortmund ist im Norden Dorstens eben ein echter Klassiker, nicht zuletzt seit dem Pokalsieg vor 14 Jahren.

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