Mit einem zeitweise atemberaubenden Auftritt hat der BSV Wulfen im Ligatopspiel gegen Verfolger LippeBaskets Werne seine Spitzenposition in der 2. Basketball-Regionalliga verteidigt. 95:70 gewann der BSV vor über 400 Zuschauern in der Gesamtschulhalle Wulfen. Beeindruckend war der Auftritt des Wolfsrudels vor allem vor der Pause: Mit 53:23 überrollte der Spitzenreiter den Tabellenzweiten und unterstrich eindrucksvoll seine Ambitionen auf den Aufstieg in die Regionalliga West. Am kommenden  Samstag tritt der BSV erneut gegen den Tabellenzweiten an, wenn er am Samstagabend (15.12., 20 Uhr) im Märkischen Gymnasium in Schwelm auf die dortige TG Rote Erde trifft. Schwelm übernahm Platz zwei wieder von den LippeBaskets Werne.

Alle(n) gegen Werne: unser US-Import fand gut die Lücken der LippeBaskets.

Dass die Offensive Spiele gewinnt, die Defensive aber Meisterschaften, diese Basketball-Weisheit demonstrierte die Mannschaft von BSV-Erfolgstrainer Predrag Radanovic eindrucksvoll am Samstag. Ein Abwehrbollwerk stellten die Gastgeber am Vorabend des 2. Advents den Wernern entgegen. Jordan Rose, kanadischer Spielmacher der LippeBaskets, wurde vom BSV-Amerikaner Bryant Allen, von Verteidigungsminister Steffen Piechotta und von Youngster Alexander Winck komplett aus dem Spiel genommen. In der ersten Halbzeit traf der Kanadier keinen seiner sieben Korbwürfe, nur vier Freiwürfe standen für ihn beim 53:23 zur Pause auf dem Scoutingbogen. Am Ende kam Rose noch auf 23 Punkte - da war die Partie aber längst entschieden.

Hatte nicht nur Hinten Schwerstarbeit gegen Jordan Rose zu verrichten: BSV-Guard Alexander Winck.

Beim BSV Wulfen überragte diesmal in der Offensive der 31-jährige Patrik Paschke. 10 seiner am Ende 26 Punkte erzielte der Flügelspieler im zweiten Viertel, als der BSV mit 27:8 gegen den direkten Verfolger dominierte. Paschke brillierte mit einer Trefferquote von 77 Prozent und einer Effektivität von +27. Aus der Distanz trafen aber alle Wulfener fast nach Belieben, versenkten 50 Prozent ihrer Drei-Punkte-Würfe (15 von 30). Radanovic konnte es sich erlauben, seinen US-Spielmacher weniger als 20 Minuten einzusetzen - zu überlegen agierten die Wölfe. Toprebounder war diesmal Lukas van Buer mit 7 Rebounds, Thorben Vadder, Steffen Piechotta, Christian Dreißig und Marcel Gorontzi (alle 6 Rebounds) standen dem Halterner aber nur wenig nach. Center van Buer war mit vier Korbvorlagen auch bester Assistgeber vor Alexander Winck und Steffen Piechotta (je 3).

Wulfen hatte nach der fulminanten ersten Halbzeit sichtbar Probleme, nach dem Seitenwechsel die Spannung hoch zu halten. Die letzten beiden Viertel gingen mit 22:23 und 20:24 so auch an die Gäste. Der guten Stimmung in der Halle tat das keinen Abbruch, zumal in der Halbzeitpause auch noch der Nikolaus seine Runde durch die Halle drehte und Schokoladen-Nikoläuse verteilte. Das waren aber die einzigen Geschenke, von denen auch die Gäste aus Werne profitierten.

Für den BSV steht vor der Weihnachtspause nun noch ein Doppelspieltag an. Samstag in Schwelm möchten die Wölfe ihren neunten Sieg im neunten Spiel landen und die vorzeitige Herbstmeisterschaft feiern. Am Sonntag geht es dann nach Frechen zum Achtelfinalspiel im WBV-Pokal beim TuS Königsdorf (Oberliga, 16:30 Uhr). Im Idealfall geht der BSV Wulfen als Herbstmeister und Pokal-Viertelfinalist ins Jahr 2019 - ein ganz besonderes für den Club. Denn da wird der Verein 50 Jahre alt.

BSV: Patrik Paschke (26/6 Dreier), Alexander Winck (3), Felix Brinkschulte, Marcel Gorontzi (11/3, 6 Reb.), Bryant Allen (15/1), Kreshnik Gashi (6/2), Christian Dreißig (8, 6 Reb.), Philipp Lensing, Semih Sehovic (2), Thorben Vadder (7, 6 Reb.), Lukas van Buer (4, 7 Reb., 4 Ass.) und Steffen Piechotta (13/3, 6 Reb.). Werne: Wiedey (3), Cramer (2), Brinkmann, Rosek (9), Mersch, Meinert (6), Rose (23/3/8 Reb.), Rupprecht (9), Barowski (3), Bruggendiek (2), Voigt (10), König (3). Schiedsrichter: Mo Damiani, Ennepetal und Witold Müller, Dortmund. Zuschauer: 450.

Main Page Contacts Search