Der Tabellenführer ist wieder in der Spur! In allerletzter Sekunde traf Wulfens US-Amerikaner Bryant Allen aus der Mitteldistanz zum Sieg. Der BSV Wulfen gewann nach drei Pflichtspiel-Niederlagen in Folge am Samstagabend das schwere Auswärtsspiel beim TV Einigkeit Barop mit 78:76 (45:41) und hat seinen Vorsprung an der Spitze auf drei Siege ausgebaut. Denn Citybasket Recklinghausen 2 leistete Schützenhilfe mit dem 78:72-Erfolg über Wulfens Verfolger TG Schwelm. Am Freitag verlor auch schon Hamm in Iserlohn. Der BSV braucht aus den verbleibenden sieben Saisonspielen noch fünf Siege, um als Meister der 2. Regionalliga 2 und Aufsteiger in die Regionalliga West festzustehen. Ausgerechnet die Citybasket-Reserve ist am kommenden Samstag (23.2., 20 Uhr, Gesamtschulhalle Wulfen) nächster Gegner des BSV. Das Hinspiel hatten die Münsterland Baskets erst in der Verlängerung gewonnen.

bsvIn die Verlängerung wäre auch fast das Spiel in Barop gegangen. Denn wie vor einer Woche gegen Bielefeld verspielten die Wölfe einen scheinbar sicheren Vorsprung. Vier Minuten vor Schluss lag der BSV durch den ersten Korb von Thorben Vadder 76:65 vorne. Auch drei Minuten vor Ende beim 76:67 schien noch alles unter Kontrolle. Doch plötzlich lief Barops Nachwuchsspieler Hofmann heiß. Der Flügelspieler hatte im Schlussviertel zum 63:72 seinen ersten Dreier gesetzt, ließ zum 70:76 (38.) und 75:76 (39.) zwei weitere Dreier folgen. Das Spiel stand auf des Messers Schneide. Hofmann musste 70 Sekunden vor Ende an die Linie, traf zum 76:76, verpasste beim zweiten Freiwurf aber die Baroper Führung. Nun ging es hin und her, beim BSV liefen die Angriffe nur noch über Bryant Allen, der aber verlegte und keinen Foulpfiff bekam. Aber auch Barop schaffte es nicht, in Führung zu gehen. Exakt 1,1 Sekunden vor Ertönen der Schlusssirene versenkte dann der Linkshänder aus St. Louis unter dem Jubel der Wulfener Schlachtenbummler zum 78:76 für den BSV. Nach der Auszeit hatten die Gastgeber noch 1,1 Sekunden Zeit, doch der Dreierversuch von Hoffmann kam nicht einmal mehr in Ringnähe. Der BSV hatte anders als vor einer Woche gegen Bielefeld zwar einen komfortablen Vorsprung in den Schlussminuten verspielt, diesmal aber den Kopf aus der Schlinge gezogen.

Ob es in der Verlängerung gut für die Wölfe ausgegangen wäre? Spekulation. Thorben Vadder saß bereits mit Foulhöchstzahl auf der Bank, der bärenstarke Lukas van Buer hatte vier Fouls auf seinem Konto. Gar nicht erst umgezogen hatte sich der kranke Kreshnik Gashi, ebenfalls nicht zum Einsatz kam der kranke Marcel Gorontzi, der sich für Notfälle aber ein Trikot übergezogen hatte. Geburtstagskind Alexander Winck, am Samstag 19 Jahre alt geworden und nach dem Spiel von den BSV-Fans mit einem Ständchen bedacht, war im zweiten Viertel umgeknickt und konnte auch nicht mehr mitwirken. Auf der letzten Rille rettete sich der Spitzenreiter ins Ziel. Aber auch Barop hatte mit Topspieler Marcenko einen wichtigen Mann nicht mit an Bord. 

Durch die Niederlagen der Verfolger Schwelm und Hamm sind die Lippebaskets Werne nun wieder Tabellenzweiter - punktgleich mit Schwelm. In Werne muss Wulfen noch am 23. März antreten, am 30. März kommt der andere Verfolger Schwelm an den Wulfener Markt. Doch das Team von Coach Predrag Radanovic schaut nur auf die nächste Aufgabe gegen Aufsteiger Citybasket Recklinghausen 2 am kommenden Samstag. Der Overtime-Krimi aus dem Hinspiel ist allen noch in guter Erinnerung. In Barop standen fast 100 Fans hinter den Rot-Weißen, der Fanbus war ausgebucht. Am Samstag in Wulfen werden 500 BSV-Fans die Wölfe auf ihrem Weg zum Titel unterstützen. Dann könnten auch Semih Sehovic und Philipp Lensing wieder Optionen sein, die in Dortmund nicht dabei waren.

BSV: Paschke (13/3, 3 Blocks), Winck (3/1), Gorontzi (o.E.), Allen (31/4, 10 Reb., 7 Steals), Terboven (5), Juskovic (1), Dreißig (2), Vadder (2), van Buer (13, 8 Reb., 2 Blocks), Piechotta (6).

TVE: Ojima (2), Popovic (17/1), Tymm (9/1), Geske (6/1), Hofmann (10/3), Oymak (o.E.), Özkan, Becker (10/2), Wiethaup (5), Winter (17), Schwalenberg.

Schiedsrichter: Daminani, Kütenbrink. Zuschauer: 200.

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