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H1: BSV hat zwei Endspiele um die PlayOffs

Erstellt von BSV-Webredaktion | Datum: | Kategorie:  Spielberichte
Foto: David Groß.

Die Regionalliga-Basketballer des BSV Wulfen haben in den nächsten 14 Tagen zwei Endspiele um den Einzug in die PlayOffs. Dort wird die Meisterschaft und der Aufstiegsplatz in die 2. Bundesliga ProB ausgespielt. Den Heimvorteil im PlayOff-Viertelfinale können die Wulfener nach der 78:89 (38:44)-Heimniederlage am Samstag gegen die BBG Herford nicht mehr erreichen. Den sicherten sich die Ostwestfalen, die von Platz vier nicht mehr zu verdrängen sind. Dem BSV fehlt noch ein Sieg zum Einzug in die PlayOffs – entweder siegen die Münsterland Baskets am kommenden Samstag auswärts in Salzkotten oder sie holen am 21. März einen Heimsieg gegen die HammStars. Beide Gegner haben mit zehn Saisonsiegen aktuell keinen Platz im Viertelfinale.

Da am Samstagnachmittag bereits der TV Salzkotten in Münster verloren hatte, wusste BSV-Trainer Gary Johnson schon vor dem Duell mit Herford: Siegt sein Team, steht es in den PlayOffs. Aber die ersten Nackenschläge erreichten den Wulfener Coach schon vor dem Match: Mit Alexander Winck und Leon Oshodin mussten zwei Leistungsträger krank passen, im Schnitt über 20 Punkte und 10 Rebounds fehlten durch den Ausfall der beiden Starting-Five-Spieler. Zu allem Überfluss kam Powerforward Nils Peters direkt von der Schicht erst wenige Minuten vor Spielbeginn in der Gesamtschulhalle an, Piet Jaffke und Destiny John sogar erst kurz vor dem Seitenwechsel, weil beide mit Wulfens zweiter Herrenmannschaft in Lette die Landesliga-Tabellenführung verteidigen mussten.

Trotz der personellen Misere erwischten die Rot-Weißen einen guten Start und lagen gegen die mit vier Importspielern angereisten Herforder nach dem ersten Viertel 22:17 vorne. Die größten Probleme bereitete dem BSV schon da Herfords Scharfschütze Timo Neunzling, der im ersten Viertel bereits drei Dreier versenkt hatte. Am Ende des Spiels waren es 7 bei 14 Versuchen – Neunzling war einer von Herfords Matchwinnern. Gary Johnson hatte immer wieder Zonenverteidigung angeordnet, weil die BBG im bisherigen Saisonverlauf unter 30 Prozent aus der Distanz getroffen hatte – am Samstag in Wulfen waren es zum Leidwesen von Johnson exakt 40 Prozent. Der zweite Spielverderber war US-Powerforward Cameron Kahn. Der Herforder Topscorer hatte im Hinspiel, das der BSV gewann, noch verletzt gefehlt. Im Rückspiel legte er 29 Punkte auf, traf vier von fünf Dreiern.

Dennoch verkaufte der dezimierte BSV seine Haut teuer. Nach dem 38:44 beim Seitenwechsel verkürzte der starke Felix Kwast auf 40:44, doch dann war der Herforder Korb minutenlang wie zugenagelt. Der Gast zog von 44:40 auf 59:40 davon (26.), dieser 15:0-Lauf war ein harter Schlag für die Wulfener. Aber es war nicht der Knockout. Mit einem 54:68-Rückstand gingen die Wölfe ins Schlussviertel. Und als 5 Minuten vor Ende die Wulfener Aufholjagd – angeführt vom überragenden Paul Lunguana - das Resultat auf 72:78 stellte, kochte die Halle. Doch Cameroan Kahn per Dreier zerstörte dann alle Wulfener Hoffnungen.

„Wir hatten heute eine realistische Chance, trotz unserer Ausfälle“, trauerte Gary Johnson der verpassten Möglichkeit nach, die PlayOff-Teilnahme bereits zu fixieren. Jetzt muss sein Team in Salzkotten oder gegen Hamm punkten, damit am Ostersamstag für den BSV das Viertelfinale Realität wird.

BSV: Piet Jaffke, Neo Krizanovic (4), Nils Strubich (3/1), Jonas Peters (10/3), Paul Lunguana (36/3, 10 Reb.), Laurits Wilke (2), Nils Peters (10/1, 8 Reb.), Destiny John (n.g.), Lukas van Buer (1), Moe Sahin, Felix Kwast (12/1, 7 Reb.). BBG: Daniel Sackey (8), Ruben Krüger (2), Jawaad Tonye-Biyik (4), Cameron Kahn (29/4, 9 Reb.), Leon Anbinder, Bastian Zartmann (n.g.), Timo Neunzling (21/7), Timon Janzen (2), Aleksander Mlodianovski (14, 7 Reb.), Ogechi Nebo (5, 7 Reb.), Noah Wittmann (4), Lukas Siopkas (n. g.). Schiedsrichter: Michael Giesler (Ennepetal), Robert Gerhards (Essen). Zuschauer: 252.

Fotogalerie by David Groß.

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