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H1: BSV stolpert erneut gegen Olpe/Siegen

Erstellt von BSV-Webredaktion | Datum: | Kategorie:  Spielberichte
Foto: David Groß.

Leichtfertig haben die Basketballer des BSV Wulfen ihren 4. Tabellenplatz in der Regionalliga West und damit eine gute Ausgangslage im PlayOff-Kampf verspielt. Gegen Aufsteiger BG TV Olpe/TV Jahn Siegen verloren die Münsterland Baskets in eigener Halle mit 81:86 (37:43), die Euphorie nach dem letztwöchigen Sieg über Spitzenreiter Grevenbroich zerplatzte wie eine Seifenblase. Doch schnell muss das Team von Trainer Gary Johnson wieder den Hebel umlegen: Schon am Dienstag (13. Januar 2026, 20.30 Uhr) geht es für den BSV im Achtelfinale des WBV-Pokals zur DJK Südwest Köln, am Samstag kommt Regionalliga-Schlusslicht BG Aachen zum Wulfener Markt (17. Januar 2026, 20.00 Uhr).

Fehlte das Feuer wie aus dem Spiel gegen Grevenbroich, fehlte der Killerinstinkt eines Spitzenteams? Mit langen Gesichtern schlichen die Münsterland Baskets nach der nicht einkalkulierten Heimniederlage gegen Olpe vom Feld. Mehrfach hatte der BSV die Gelegenheit, die lange führenden Sauerländer doch noch zu überholen. Doch immer wieder standen sich die Wulfener Korbjäger mit vergebenen Korblegern oder Ballverlusten selbst im Weg. Und so kam es, wie es kommen musste – aber aus Wulfener Sicht nicht sollte. Olpe gewann wie schon im Hinspiel das Match und machte einen riesigen Schritt Richtung Klassenerhalt. Dem BSV sitzt das Verfolgerfeld im Kampf um die PlayOff-Plätze wieder im Nacken, Hamm gewann überraschend bei der BBA Hagen.

Dass der BSV zum Ende des ersten und dritten Viertels jeweils Buzzerbeater kassierte – am Ende waren das genau die fünf Punkte Unterschied. Aber dennoch hatte Wulfen im Schlussviertel immer wieder das Momentum auf seiner Seite, scheinbar. Nicht ein einziges Mal sollte das Wolfsrudel in Führung gehen, obwohl mehrfach Möglichkeiten dazu bestanden. Immer wieder kämpfte sich der BSV heran, immer wieder konterte Olpe – meist in Person von Topscorer Jeremiah Sparks. Der beste Werfer der Liga schenkte am Samstag auch dem BSV 36 Punkte ein.

Als zweieinhalb Minuten vor Ende Olpes Jacob Mampuya (20 Punkte) sein fünftes Foul kassierte und auf die Bank musste, witterte der BSV letztmalig Morgenluft. Wulfens Bester, US-Import Paul Lunguana, verkürzte an der Freiwurflinie auf 70:74. Doch genau der für Mampuya eingewechselte Simion Habtemichael traf in der Crunchtime seine einzigen Würfe des Abends und wurde zum Olper Matchwinner. Erst machte er 90 Sekunden vor Ende per Dreier das 70:77, dann traf er 50 Sekunden vor Schluss wieder aus der Distanz zum 72:80 – die Vorentscheidung.

Wirklich verdient hatte der BSV den Sieg gegen faktisch mit sechs Spielern agierende Gäste auch nicht. Eine katastrophale Dreierquote von 11 Prozent (3 von 26) und viel zu viele Ballverluste waren die eine Sache, zu schlechte Verteidigung gegen die Distanzwürfe der Olper (14 Dreier bei 38 Versuchen – 36 Prozent) war das andere. Natürlich wurden beim BSV Kapitän Nils Strubich und Powerforward Leon Oshodin schmerzlich vermisst, aber auch der Gegner war nicht in Bestbesetzung angetreten. Bitter für den BSV, dass er auch Dienstag im Pokal-Achtelfinale in Köln nicht in Bestbesetzung antreten kann. Am Montag muss Trainer Gary Johnson, der nach der überflüssigen Heimniederlage restlos bedient war, die Köpfe seiner Jungs wieder freibekommen.

BSV: Max Strauß, Alexander Winck (6, 12 Reb.), Piet Jaffke, Neo Križanović (9/1), Jonas Peters (7/1), Paul Lunguana (27, 7 Reb.), Laurits Wilke (19, 6 Reb.), Lukas van Buer (2), Moe Sahin (2), Felix Kwast (9/1, 6 Reb.). Olpe/Siegen: Jeremiah Sparks (36/5, 8 Reb.), Marcel Weiß (9/1), Simion Habtemichael (6/2), Jacob Mampuya (20/3, 6 Reb.), Cemal Birinci, Damir Kasun (9/3), Tresor Nsiabandoki (2, 7 Reb.), Oleksandr Budiuk (4). Schiedsrichter: Jochen Buschke (Bochum), Benjamin Pakmor (Hilden). Zuschauer: 300.

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