
Die Basketballer des BSV Wulfen haben den nächsten Matchball vergeben und müssen bis zum letzten Spieltag um den Einzug in die PlayOffs der Regionalliga West zittern. Nach der bitteren 78:81 (37:33)-Auswärtsniederlage bei den ACCENT BASKETS Salzkotten haben die Münsterland Baskets nun ein echtes Endspiel um den PlayOff-Einzug. Am kommenden Samstag (21. März 2026, 19.30 Uhr (!) – alle Spiele beginnen zeitgleich) müssen die Wulfener gegen die HammStars ihren Hinspielsieg wiederholen, um das PlayOff-Viertelfinale zu erreichen. Bei einer Niederlage platzen die Wulfener PlayOff-Träume.
BSV-Trainer Gary Johnson ärgerte sich nach den intensiven 40 Minuten in Salzkotten gewaltig. Denn lange Zeit hatte seine Mannschaft das Spielgeschehen unter Kontrolle, führte fast 35 Minuten lang, um dann in den Schlussminuten den so wichtigen Sieg doch noch aus den Händen zu geben. In der 29. Minute hatte der BSV nach einem Dreier des starken Alexander Winck schon mit 58:45 geführt, diese 13 Punkte Differenz waren Wulfens größter Vorsprung. Doch im letzten Viertel holten die Gastgeber Punkt für Punkt auf, brachten den BSV mit einer Zonenverteidigung aus dem Konzept und übernahmen beim 65:64 erstmals im Spiel die Führung (34.). Aber der BSV konterte: Alex Winck machte das 67:65 für den BSV, Felix Kwast nach einem technischen Foul des ukrainischen Aufbauspieler Yehor Yakushev das 68:67 (36.), Laurits Wilke das 70:69 und Felix Kwast per Dreier das 75:74 (38.). Doch am Ende hatten die Sälzer das Wurfglück mit Dreiern von Yakushev und Ben-Luca Port zum 80:77, der BSV konnte nicht mehr antworten. In der Schlussphase verfehlten dann auch zwei Dreier von Leon Oshodin ihr Ziel und die Rot-Weißen standen mit leeren Händen da. Und das, obwohl Paul Lunguana wieder der beste Scorer des Spiels war und die Rot-Weißen zum allerersten Mal in dieser Saison ihre Bestbesetzung aufgeboten hatten.
Gegen die groß gewachsenen Salzkottener offenbarte sich am Samstag ein echtes Wulfener Reboundproblem: 49:28 ging das Reboundduell an den TVS – insbesondere die 22 Offensivrebounds taten dem BSV weh, zu viele zweite Chancen bekamen die Gastgeber. Weil Salzkotten 23 Ballverluste produzierte (Wulfen nur 10), hatte die Mannschaft von Gary Johnson mehr Würfe aus dem Feld und auch mehr Freiwürfe – doch all das reichte nicht zum ersehnten Sieg.
Nun muss der PlayOff-Einzug am letzten Spieltag der regulären Saison mit einem Heimsieg über die HammStars gelingen, während die Hammer selbst noch auf den PlayOff-Einzug hoffen. Das gelingt den Hammern aber nur dann, wenn sie in Wulfen gewinnen und zeitgleich auch noch Olpe (gegen Salzkotten) oder Haspe (in Deutz) patzen. Für Spannung am letzten Spieltag ist gesorgt, daher beginnen alle sieben Partien der Regionalliga West zeitgleich um 19.30 Uhr. Der BSV setzt auf sein frenetisches Publikum, will mit dem 6. Mann im Rücken vielleicht sogar noch auf den 5. Platz vorstoßen. Siegen oder fliegen – es geht am Samstag für die Münsterland Baskets in der Gesamtschulhalle um alles.
TVS: Maximilian zur Linde (12/2), Max Weber (3/1), M. Zanquila, Yannick Giefers (3), Keno Pape, Marius Schmitz, Benedict Dernbach (5/1), Ben-Luca Port (8/1, 4 Steals), Erik Larsen (8/2), Jakob Müller (13, 16 Reb.), Dainius Zvinklys (22, 9 Reb.), Yehor Yakushev (7/1, 6 Assists). BSV: Alexander Winck (21/3, 5 Assists, 6 Steals), Piet Jaffke, Neo Krizanovic, Nils Strubich, Leon Oshodin (2), Jonas Peters (3/1), Paul Lunguana (23, 6 Reb.), Laurits Wilke (8, 6 Reb.), Nils Peters (17/1, 5 Reb.), Lukas van Buer, Moe Sahin, Felix Kwast (4/1). Schiedsrichter: Michael Giesler, Horst Pelzer (beide Ennepetal). Zuschauer: 200.