
Seit 2022 werden in der Regionalliga West PlayOffs gespielt – nur zwei Vereine waren in jedem Jahr bei den PlayOffs dabei: der DTV Basketball Köln und die BSV Münsterland Baskets Wulfen. Mit 23 Spielen sind Wulfens Regionalliga-Basketball dabei die „PlayOff-Monster“. Kein Verein im Westen der Republik hat in den vergangenen fünf Jahren mehr PlayOff-Spiele absolviert, kein Verein hat mehr PlayOffspiele gewonnen. Der Rivale aus Deutz kommt in seinen fünf PlayOff-Jahren auf 19 Spiele, gewann davon 8. Gekreuzt haben sich die Wege von Wulfen und Deutz in den PlayOffs aber noch nie. Vier von fünf Malen erreichten die Wulfener bereits die Halbfinals, bei der bislang einzigen Finalteilnahme 2022 musste der BSV der BBG Herford den Vortritt lassen. Ein so knappes Halbfinal-Aus wie in 2026 hatten Wulfens Korbjäger bislang noch nie erlebt. Das 82:88 im dritten und letzten Halbfinale bei der BBA Hagen war an Dramatik nicht zu überbieten, 73 Sekunden vor Ende wurden die BSV-Finalträume durch das 5. Foul gegen Paul Lunguana jäh beendet – statt 80:81 stand es plötzlich 78:83, die letzte Chance dahin.
Das bittere Aus in Spiel drei der Halbfinalserie hat sich inzwischen in Trotz verwandelt. 2027 sollen die PlayOff-Finalspiele endlich (wieder) erreicht werden, die Serie von drei verlorenen Halbfinals durchbrochen werden. PlayOff-Erfahrung genug haben BSV-Trainer Gary Johnson und Assistent Jannik Korte zu Genüge: 23 PlayOff-Spiele in fünf Jahren – das hat sonst kein Verein. Mit Lukas van Buer, Nils Peters und Nils Strubich waren auch drei Akteure immer dabei. Von seinen 23 PlayOff-Spielen hat der BSV Wulfen in den letzten fünf Jahren 11 gewonnen. Übertroffen werden kann dieser Wert nur noch von der BBA Hagen, wenn sie zwei Finalspiele gegen den SV 70 Haspe gewinnt und Regionalliga-Meister wird.
Regionalliga-Meister ist übrigens der einzige Titel, der dem BSV in seiner Sammlung noch fehlt. Vizemeister war der BSV 2022, Dritter schon häufig. Viermal gewann der Verein den WBV-Pokal, zog weitere viermal ins Pokalfinale ein. Aber der Titel der Regionalliga West ist dem Club in 57 Jahren seines Bestehens bislang verwehrt geblieben. „Natürlich ist das ein große Ziel, das wir auch in Angriff nehmen. Wer fünfmal in Folge die PlayOffs erreicht, dreimal in Folge im Halbfinale steht, der möchte auch den letzten Schritt tun“, sagt BSV-Vorsitzender Carsten Duwenbeck – wohlwissend, dass die Münsterland Baskets dazu Allianzen bilden müssen: entweder mit anderen Clubs oder mit neuen Partnern. Daran will der Verein intensiv weiterarbeiten, um den Basketball in der Region auf ein höheres Level zu heben. „Das südliche Münsterland, der Norden des Kreises Recklinghausen – das ist unsere Heimat, das ist unsere DNA“, sagt Duwenbeck, der selbst mit seiner Familie seit 23 Jahren in Haltern am See-Sythen lebt.
Das sind die bisherigen 23 PlayOff-Spiele des BSV in der Regionalliga West seit 2022:
Saison 21/22
Viertelfinale
BSV – Leverkusen 67:61
Leverkusen – BSV 86:84
BSV – Leverkusen 68:65
Halbfinale
Bonn – BSV 84:87
BSV – Bonn 95:73
Finale
Herford – BSV 91:76
BSV – Herford 85:111
Saison 22/23
Viertelfinale
BSV – Münster 76:102
Münster – BSV 87:79
Saison 23/24
Viertelfinale
Herten – BSV 76:96
BSV – Herten 76:58
Halbfinale
Essen – BSV 88:74
BSV – Essen 65:75
Saison 24/25
Viertelfinale
BSV – Grevenbroich 91:78
Grevenbroich – BSV 81:77
BSV – Grevenbroich 75:70
Halbfinale
Herten – BSV 78:58
BSV – Herten 76:86
Saison 25/26
Viertelfinale
Ibbenbüren – BSV 65:80
BSV – Ibbenbüren 79:76
Halbfinale
BBA Hagen – BSV 79:90
BSV – BBA Hagen 68:94
BBA Hagen – BSV 88:82