MüBas BSV
"

H1 | Endstation Halbfinale

Erstellt von BSV-Webredaktion | Datum: | Kategorie:  Spielberichte

Der Traum vom Finale platzte für die Münsterland Baskets des BSV Wulfen am frühen Sonntagabend in der Hagener Otto-Densch-Halle. Im alles entscheidenden dritten PlayOff-Halbfinalspiel unterlagen die Basketballer des BSV Wulfen nach einer großartigen Leistung Gastgeber BBA Hagen mit 82:88 (46:42). Im Finale kommt es nun zu einem Hagener Stadtduell zwischen der BBA und dem SV 70 Haspe, der als Achtplatzierter der Hauptrunde im Viertelfinale erst den Liga-Primus Elephants Grevenbroich und im Halbfinale den Vierten BBG Herford jeweils in zwei Spielen ausgeschaltet hatte. Wulfen war als Sechster in die PlayOffs gestartet, eliminierte im Viertelfinale eindrucksvoll den Dritten Ibbenbüren und scheiterte im Halbfinale denkbar knapp an der BBA Hagen. Die BBA steht bereits als Aufsteiger in die 2. Bundesliga ProB fest, da der SV 70 Haspe keinen Lizenzantrag gestellt hatte.

„Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Sie hat heute alles auf dem Platz gelassen“, fasste BSV-Trainer Gary Johnson Spiel 3 in Hagen zusammen. Fast 35 Minuten hatten die Münsterland Baskets beim hohen Favoriten geführt, bevor ihnen am Ende doch noch der Finaleinzug von der BBA entrissen wurde. Bei gestandenen Männern im BSV-Trikot standen Tränen in den Augen – der Enttäuschung, aber auch der Verärgerung. Sage und schreibe 19:2 Freiwürfe gab es im Schlussviertel zugunsten der Gastgeber. Wulfens Leistungsträger Alexander Winck (34.) und Paul Lunguana (39.) mussten mit Foulhöchstzahl vorzeitig vom Feld, vor allem der Foulpfiff zu Lunguanas fünftem Foul war durchaus ärgerlich. Beim Stand von 78:81 aus Wulfener Sicht und noch 73 zu spielender Sekunden klaut Lunguana dem Hagener Importspieler Bryce Okpoh den Ball und macht sich auf dem Weg zum 80:81. Doch die Unparteiischen pfeiffent den Wulfener Topscorer zurück, entscheiden auf 5. Foul und geben zwei Freiwürfe für Hagen. Das war die letzte Chance zum erneuten Turnaround, trotz aller Bemühungen in den letzten Sekunden konnte das dezimierte BSV-Team nicht mehr ausgleichen.

Bis dahin hatten die Münsterland Baskets ein großartiges Spiel gezeigt, führte nahezu das gesamte Spiel. Aus einen Hagener 12:11 machte das Johnson-Team mit einem 11:0-Run ein 12:22, Wulfen führte nach dem ersten Viertel 27:20. Und auch im zweiten Viertel lief der Ball durch die Wulfener Reihen, immer wieder fand der BSV Lücken unter dem Hagener Korb, die vor allem Laurits Wilke und Nils Peters zu nutzen wusste. Nach der bitteren Heimpleite am Freitag hatten Gary Johnson, Martin Gruczyk und Jannik Korte kurzfristig ein Samstag-Training eingelegt und waren bestens vorbereitet. 44:28 führte der BSV in der 16., 46:32 in der 18. Minute, ehe wie im Spiel 1 vor acht Tagen die Hagener mit einem 10:0-Run auf 42:46 zur Pause verkürzten.

Ruhig und besonnen blieb das Wolfsrudel auf dem Feld: Alexander Winck mit vier Freiwürfen und Laurits Wilke mit zwei Körben machten das 54:49 (25.) aus BSV-Sicht. Die Peters-Brüder Nils und Jonas konterten die erste Hagener Führung der BBA seit der 5. Minute (55:54, 26.) mit zwei Körben zum 59:55 (27.). Der an alter Wirkungsstätte stark aufspielende Felix Kwast traf per Dreier zum 64:60 (29.), doch zur letzten Viertelpause glich die vom US-Spielmacher Elija Stephens angeführte Hagener Profitruppe zum 64:64 aus. Das Schlussviertel musste über den Finaleinzug entscheiden und wieder starteten die Münsterland Baskets besser: Dreier Nils Peters zum 67:64, Dreier Felix Kwast zum 70:65 (33.). Doch dann kamen die Minuten, in denen Gastgeber BBA Hagen der Finaleinzug gelang. Von 19 Freiwürfen trafen die Kodiaks 15, jede Wulfener Aktion war Foul. Die einzigen zwei BSV-Freiwürfe versenkte Lunguana zum 78:81, ehe er mit Foulhöchstzahl vorzeitig das Feld verlassen musste.

Hoch erhobenen Hauptes gingen die Münsterland Baskets aus der Saison. Fünf Akteure punkteten zweistellig, der BSV war am Sonntag keinen Deut schwächer als der angehende ProB-Ligist. Hinter den Kulissen starten am Wulfener Markt nun die Vorbereitungen auf die neue Saison. Zum dritten Mal in Folge ist der BSV im PlayOff-Halbfinale gegen den späteren ProB-Aufsteiger ausgeschieden – so knapp wie 2026 war es aber noch nie. In der Saison 2026/2027 wird das BSV-Ziel „Erreichen der PlayOff-Finals“ heißen – dort hatte der Verein 2022 schon einmal gestanden. Was in den Vereinsannalen neben vier WBV-Pokalsiegen noch fehlt ist der Gewinn der Regionalliga-Meisterschaft. Die Vorbereitungen dafür beginnen heute.

Hagen: Elija Stephens (28/2, 6 Reb., 5 Ass.), Bryce Okpoh (10, 13 Reb.), Till Hornscheidt (8/2), Fiete Springer, Viktor Ziring (11/2), Moritz Hübner (11), Prince Kamunga (13/1, 5 Reb.), Luis Ohrmann (4), Lasse Dresel (3/1), Liam Pauli (o.E.), Ole Strauß (o.E.). BSV: Alexander Winck (10), Nils Strubich, Leon Oshodin (2, 6 Reb.), J. Peters (3/1, 5 Reb.), Lunguana (23/1, 7 Reb.), Laurits Wilke (10), Nils Peters (16/2), Destiny John, Lukas van Buer, Moe Sahin, Felix Kwast (18/4, 6 Ass.). Schiedsrichter: Michael Burkhard (Köln), Elisa Martin (Bonn). Technischer Kommissar: Thomas Pohl (Alpen). Zuschauer: 550.

Wählen Sie aus folgenden Kategorien aus