
Die Entscheidung über den Finaleinzug der Basketball-Regionalliga West im PlayOff-Duell zwischen dem BSV Wulfen und der BBA Hagen ist auf Sonntag (26. April 2026, 16.00 Uhr, Otto-Densch-Sporthalle, Selbecker Straße 75, Hagen-Eilpe) vertagt. Nach dem Coup des BSV in Spiel 1 (90:79-Auswärtssieg in Hagen vor einer Woche) revanchierte sich am Freitagabend Topfavorit BBA Hagen in Wulfen seinerseits mit einem deutlichen 94:68 (39:56)-Auswärtssieg. Damit steht es im PlayOff-Halbfinale 1:1, der Heimvorteil liegt wieder bei der BBA.
Im Finale wartet bereits der SV Haspe 70. Der Tabellenachte der Hauptrunde schaltete nach dem Tabellenersten Grevenbroich Elephants (2:0) nun im Halbfinale auch den Tabellenvierten BBG Herford (2:0) aus. Haspe wartet im Finale auf den Lokalrivalen BBA Hagen oder den BSV Wulfen, Wulfen wie Hagen hätten im Finale gegen Haspe den Heimvorteil.
Vor über 650 Zuschauern in der nicht ausverkauften Wulfener Gesamtschulhalle ging der Hagener Sieg zum 1:1 in der PlayOff-Serie unterm Strich völlig in Ordnung, doch die Niederlage mit fast 30 Punkten täuscht über das wahre Kräfteverhältnis hinweg. Denn bis auf das zweite Viertel spielte der Außenseiter Wulfen auf Augenhöhe mit dem Aufstiegsfavoriten. Nach einem frühen 0:7-und 4:12-Rückstand kamen die Münsterland Baskets schnell ins Spiel zurück und übernahmen sogar unter dem Jubel der Wulfener Fans die Führung. Weil aber US-Spielmacher Elija Stephens auf Hagener Seite stark aufspielte (12 Punkte im ersten Viertel), hieß es zur ersten Viertelpause 23:23 unentschieden.
Im zweiten Viertel hatte der BSV das große Problem, dass die Hagener eine traumwandlerische Dreierquote erwischten (so wie der BSV in Spiel 1 in Hagen). Sieben Treffer aus der Distanz bei zehn Versuchen – 70 Prozent Dreierquote sind atemberaubend. Weiterer Knackpunkt war in der 25. Minute ein technisches Foul gegen Wulfens Leistungsträger Alexander Winck, es war sein drittes. In der 2. Halbzeit kassierte Winck noch Foul Nummer 4 und 5 – gerade 15 Minuten durfte Wulfens #5 am Freitagabend mitspielen.
Der 39:56-Pausenrückstand war für Wulfen eine große Hypothek. Und als dann zum Start der zweiten Halbzeit der BSV fast fünf Minuten nur einen Kwast-Korb zustande brachte, war beim 41:64 (25.) die Partie gegessen. Routiniert spulte die mit sechs Profis gespickte Hagener Mannschaft ihr Pensum herunter. Am Ende schonten sowohl BSV-Trainer Gary Johnson und auch Hagens Coach Ingo Freyer ihre Topkräfte. Denn in weniger als 48 Stunden geht es in Spiel drei um alles – um den Einzug ins Finale, wo der SV 70 Haspe schon wartet.
BSV: Alexander Winck (3), Piet Jaffke (2), Nils Strubich, Leon Oshodin (9/1, 7 Reb.), Jonas Peters (9/2), Paul Lunguana (28/1, Eff. 30), Laurits Wilke (2), Nils Peters (6), Destiny John, Lukas van Bier, Moe Sahin, Felix Kwast (9/1, 7 Reb.). BBA: Liam Pauli (1), Elija Stephens (22, 9 Assists, Eff. 32), Prince Kamunga (20/2, 12 Reb.), Luis Ohrmann, Fiete Springer (7/1), Till Hornscheidt (5/1), Moritz Hübner (7/1), Lasse Dresel (5/1), Ole Strauss, Bryce Okpoh (6, 8 Reb.), Viktor Ziring (21/6). Schiedsrichter: Michel Kremer (Wuppertal), Hiner Akrawe (Pulheim). Zuschauer: 654.
Bildergalerien Teil I und Teil II by JB Media 96.