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H1: Heimvorteil im PlayOff-Viertelfinale erobert!

Erstellt von BSV-Webredaktion | Datum: | Kategorie:  Spielberichte

Pünktlich zur wichtigsten Saisonphase sind die Regionalliga-Basketballer des BSV Wulfen in Topform. Und so gewannen die Münsterland Baskets das erste Spiel der Viertelfinal-Serie in den PlayOffs zum Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga ProB mit 80:65 (36:32) bei den BÖRGEL Ballers in Ibbenbüren. Der BSV kann dadurch am Freitagabend (10. April 2026, 20.00 Uhr, Gesamtschulhalle Wulfen) mit einem Heimsieg über Ibbenbüren die best-of-three-Serie vor eigenem Publikum vorzeitig für sich entscheiden und ins Playoff-Halbfinale einziehen. Gelingt aber Ibbenbüren in Wulfen ein Comeback, fällt die Entscheidung am Sonntag (12. April 2026, 16.00 Uhr) wieder in Ibbenbüren.

Großen Anteil am überraschenden Auswärtssieg vor knapp 1000 Zuschauern in der Sporthalle Ost in Ibbenbüren hatten am Samstagabend die Wulfener Schlachtenbummler. 60 von ihnen waren mit dem „Dorfbus“, wie der BSV seinen Fanbus am Vorabend des Osterfestes umtaufte, nach Ibbenbüren gefahren, weitere mit dem eigenen Pkw. Und diese 100 Wulfener Fans machten akustisch das Auswärts- zu einem Heimspiel, feuerten ihre Mannschaft über die gesamten 40 Minuten bedingungslos an und waren Garant für diesen Überraschungserfolg. Großartiger Nachwuch-Support auch von den  U14- bis U16-Teams des BSV: Der Fanclub WulfenXtream hatte kurzerhand die Buskosten für die Nachwuchs-Tifosi übernommen. Hut ab! In der Meisterschaft waren die Rot-Weißen an gleicher Stätte noch 56:87 untergegangen.

Nicht so am Karsamstag: Wulfen führte schnell 4:0, aber die Gastgeber drehten das Match mit einer frühen 9:0-Serie, gingen 9:4 und 13:6 in Führung. Doch fast mit der Viertelsirene bediente Moe Sahin mit viel Übersicht Neo Križanović, der das 14:16 aus Wulfener Sicht markierte. Zuvor hatten Jonas Peters mit 5 und Paul Lunguana drei Punkten vor den Anschluss gesorgt.

Das zweite Viertel begann mit wechselnden Führungen hüben und drüben, ehe ausgerechnet BSV-Center Laurits Wilke per Distanzwurf das 25:23 für den BSV erzielte. Diese Führung verteidigte das Team von Trainer Gary Johnson, der auch in der Saison 2026/2027 an der Wulfener Seitenlinie stehen wird, bis zum Seitenwechsel (38:34). Aber aus der Kabine kam das Wolfsrudel gar nicht gut. Viereinhalb Minuten war der Ibbenbürener Korb wie vernagelt, bis Leon Oshodin den ersten BSV-Korb zum 38:38 erzielte. Wieder ging es hin und her, dich das Momentum kippe auf die Wulfener Seite. Denn der überragende US-Amerikaner mit polnischem Pass, Paul Lunguana, versenkte seinen einzigen Dreier zum 45:42. An der Freiwurflinie behielten Alex Winck, Nils Peters und Paul Lunguana die Nerven, zudem trafen Nils Peters und Paul Lunguana aus der Mitteldistanz zum 55:48. Dass wieder Neo Križanović kurz vor der Viertelpause traf, diesmal auf Assist von Lunguana aus der Distanz zum 58:50, machte das dritte Viertel perfekt. 22:16 ging das zweite, 22:18 das dritte Viertel an die Rot-Weißen.

Dem Schlussviertel (22:15 für den BSV) drückte dann Spielmacher Felix Kwast seinen Stempel auf. 11 seiner 15 Punkte erzielte Kwast im vierten Viertel, per Dreier zum 61:51, per Layup zum 63:51 (beide 32.), per Dreier zum 73:57 (36.) und per Dreier zum 78:65 (40.). Lukas van Buer hatte trotz kurzer Spielzeit starke Szenen, holte drei wichtige Rebounds und machte in seiner unnachahmlichen Art per Hakenwurf das ebenfalls wichtige 65:51 (33.). Pauil Lunguana war nervenstark an der Linie, versenkte fünf Freiwürfe bei fünf Versuchen. Einen erhielt er nach einem technischen Foul gegen Ibbenbürens Trainer Peer Reckinger. Powerforward Nils Peters, der bei den Saisonniederlagen gegen Ibbenbüren noch nicht mitgewirkt hatte, markierte das 70:55 (34.) und 75:62 (38.) – und der Wulfener Auswärtssieg war perfekt. Und das, obwohl der BSV mit Wilke und Oshodin zwei Bigs mit Foulhöchstzahl verlor. Aber als Team überzeugte das Wolfsrudel.

Ibbenbürens Trainer Peer Reckinger attestierte dem BSV „großes Glück“, weil seine Mannschaft am Karsamstag „die schlechteste Saisonleistung“ gezeugt hatte. Tatsächlich hatten die BÖRGEL Ballers seit Oktober nicht mehr so wenige Punkte erzielt, die Leistung beim 62:64 gegen Münster II am 31.10.2025 muss Reckinger aber wohl entfallen sein. TVI-Manager Tobias Hülsmeier sah beim BSV die galligere Defense, seine Mannschaft sei in den PlayOffs noch nicht angekommen. Aber „Diesel“ Hülsmeier rechnet fest mit einem dritten Spie am 12. April 2026 in der Sporthalle Ost.

Das ist nicht der Plan des BSV. Der möchte den Auswärtssieg schon am Freitag vergolden und zum dritten Mal in Serie ins Halbfinale der Regionalliga-PlayOffs einziehen. Der Schlüssel zum Sieg war eine bärenstarke Defense, immer wieder wechselte das Johnson-Team zwischen Mann-Mann-Verteidigung und Zonenpressdeckung, letztere provozierte zahlreiche Ibbenbürener Ballverluste. Am Ende waren es 14 Turnover der Gastgeber, Wulfen leistete sich nur neun. In der zweiten Hälfte gewann der BSV das Reboundduell 20:16, traf auch aus der Distanz besser als der TVI.

Doch noch ist nur ein erster Schritt getan. Vor heimischem Publikum am Freitagabend will der BSV den Deckel drauf machen aufs Viertelfinale und die Serie mit 2:0 gewinnen. Tickets für das Spiel gibt es online bei vereinsticket.de.Da die Gesamtschulhalle aktuell nur 850 Zuschauer fasst, empfiehlt der Verein dringend den Ticket-Erwerb im Vorverkauf. Die Abendkasse öffnet um 19.00 Uhr, die Wulfener Zuschauer werden gebeten, mit einem roten Oberteil oder einer roten Kopfbedeckung zum Spiel zu kommen – die „rote Wand“ soll der Mannschaft von Gary Johnson den Rücken stärken und das Team ins Halbfinale tragen.

BBI: Ben Abderrahmane, Tim Kosel (7, 7 Reb.), Tuso Mafi, Tjelle Dietz, Joshua Sievers (6/2), Niklas Husmann (3/1), Ardit Pepaj (11/3), Jan Wullkotte (13, 6 Reb.), Nieja Jordan (7, 6 Reb.), Dyon Doekhi (18, 6 Reb.). BSV: Alexander Winck (4, 6 Reb.), Piet Jaffke, Neo Križanović (7/1, +/- 24!), Nils Strubich, Leon Oshodin (4), Jonas Peters (8/2), Paul Lunguana (29/1, 5 Reb., Eff. 30), Laurits Wilke (3/1, 4 Reb.), Nils Peters (8, 7 Reb.), Lukas vam Buer (2), Moe Sahin, Felix Kwast (15/3). Schiedsrichter: Patrick Grabow (Rheinberg), Fayed Qureshi (Düsseldorf). Zuschauer: 960.

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