
Mit dem Rückenwind des Achtelfinal-Einzug im WBV-Pokal am Mittwochabend in Köln reisen die Regionalliga-Basketballer des BSV Wulfen am Samstag zum schweren Auswärtsspiel zur BBG Herford. In Ostwestfalen wartet ein hoch gehandeltes Team auf die Münsterland Baskets, das keinen Hehl aus seinen Ambitionen Richtung 2. Bundesliga ProB macht. Die BBG spielte von 2022 bis 2024 bereits in besagter ProB Nord, musste aber zuletzt unverhofft Federn lassen bei den Niederlagen gegen die Kellerkinder aus Werne und Münster. Sprungball ist am Samstag, 22. November 2025, um 19.30 Uhr in der schmucken neuen Großsporthalle des Ravensberger Gymnasiums (Werrestraße 10, 32049 Herford).
Herford musste zuletzt bei der überraschenden Niederlage in Münster auf seine beiden Importspieler verzichten, sowohl der französische Spielmacher Jawaad Tonye-Biyik als auch der US-amerikanische Powerforward Cameron Kahn fielen verletzt aus. Beim BSV geht man davon aus, dass beide am Samstag wieder dabei sind, entsprechend bereitet Trainer Gary Johnson seine Mannschaft auf das Spiel vor. Daher gab es auch keinen freien Tag in dieser „englischen Woche“ mit dem Pokalspiel am Mittwoch in Köln. Jeden Tag wurde trainiert, um optimal vorbereitet auf den Gegner zu sein. Dass die Herforder Mannschaft, trainiert vom US-Amerikaner Chase Griffin, auch mit den beiden Importspieler bezwingbar ist, bewies Schlusslicht Werne beim 65:59-Erfolg in Herford. Auf der anderen Seite gewann die BBG aber auch schon deutlich gegen Vizemeister Salzkotten oder in Hamm. Neben Kahn (21,2 Punkte pro Spiel) und Tonye-Biyik (12,8) stechen der US-Import der 2. Mannschaft (Larry Darnell White, 18 Punkte in Münster), Neuzugang Timo Neunzking (10,4) und der ProB-erfahrene Center Michail Margaritis (7,6) heraus. Aufbauspieler Ruben Krüger und Center Timon Janzen haben ihre Jugend beim RC Borken-Hoxfeld, also in direkter Wulfener Nachbarschaft, verbracht.
Herford und Wulfen gehören zu insgesamt sechs Teams der Regionalliga West, die nach 10 Spieltagen bei 5 Siegen und 5 Niederlagen stehen. Das spricht für die Ausgeglichenheit der Liga und der Spannung im Kampf um die PlayOff-Plätze. Der Verlierer dieses Verfolgerduells droht wieder aus den Top8 zu rutschen, der Sieger hält den Kontakt zu den Top4. Viele Blicke der Regionalliga West richten sich am Samstag aber auch auf das direkte Giganten-Duell der beiden Top-Teams aus Grevenbroich und Hagen. Im Windschatten würde der BSV nur allzu gerne seinen positiven Trend fortsetzen und den dritten Liga-Sieg in Serie einfahren. Dass die Mannschaft um Kapitän Nils Strubich enge Matches gewinnen kann, hat sie zuletzt bewiesen. Eine besondere Note ist das Wulfener Gastspiel in Herford für BSV-Leistungsträger Alexander Winck, der 2022/2023 mit der BBG in der ProB den Klassenerhalt schaffte. Ein großes Fragezeichen steht auf Wulfener Seite hinter dem Einsatz von Powerforward Leon Oshodin. Der „Man oft he Match“ beim Heimsieg gegen Haspe verletzte sich am Mittwoch beim Pokalspiel in Köln. Sein Ausfall würde das Wolfsrudel stark schwächen.