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H1: MEISTER - Die 1. Regionalliga ist wieder #Wolfsgebiet

Erstellt von Christoph Winck | Datum: | Kategorie:  Spielberichte

Die BSV Münsterland Baskets Wulfen sind 3 Spieltage vor Saisonende vorzeitig Meister der 2. Basketball-Regionalliga 2 und sichern sich damit die Teilnahme an der 1. Regionalliga in der Saison 2019/2020.

m Samstag Abend gab es trotz einer 88:86-Niederlage bei den LippeBaskets Werne vor über 250 mitgereisten Wulfener Fans, die mit 3 Reisebussen, 2 Kleinbussen und diversen PKWs die Reise entlang der Lippe angetreten hatten, den Bürgermeister-Pokal von Dorstens Stadtoberhaupt Tobias Stockhoff überreicht. Der großen Meisterfeier am 13. April im Wulfener Gemeinschaftshaus steht somit nichts mehr im Weg!

Es war eine fantastische Stimmung in der Werner "Ballspielhölle", die proppevoll war. Den besseren Start hatten die Gastgeber, sie führten schnell mit 18:9. Sollte der BSV sein 25-Punkte-Polster aus dem Hinspiel so schnell verspielen? Tim Terboven und Patrik Paschke verkürzten bis zur Viertelpause auf 14:19. Es folgte das zweite und beste Wulfener Viertel - am Ende auch das einzige, das die Wölfe in Werne gewannen. Thorben Vadder besorgte zum 23:22 die erste Wulfener Führung, Kreshnik Gashi mit zwei Dreiern, Lukas van Buer zweimal per Hakenwurf und Bryant Allen schossen den 38:30-Pausenvorsprung für den BSV heraus. Für die BSV-Fans war das zur Pause das Startsignal, das Banner "50 Jahre Tradition" einzuwickeln und gegen das Banner "1. Regio - wir kommen" zu tauschen.

Es feierten nur noch die Wulfener Fans in der vollen Werner Ballspielhalle. Aber nun drehte Wernes US-Amerikaner Jordan Rose (29 Punkte am Ende) mächtig auf, die LippeBaskets verkürzten bis auf 59:60 vor den Schlussviertel. Und da trafen die Gastgeber zwischen der 31. und 34. Minute einfach alles, Wulfen nichts mehr. Ein 12:0-Run der Schützlinge von Christoph Henke drehte das Ergebnis auf 71:61. Nun packte der BSV seine beste Waffe aus - die Drei-Punkte-Würfe. Gashi und zweimal Allen trafen aus der Distanz, aber Werne konterte immer wieder. Der starke Cajus Kramer (17 Punkte) hielt 120 Sekunden vor Ende des Spiels mit zwei Distanztreffern zum 82:72 den 10-Punkte-Vorsprung.

In der Crunchtime hielt es dann keinen mehr auf den Sitzen. Wernes Fans witterten die Chance, zwar dem BSV nicht die Meisterfeier zu verderben, aber den frischgebackenen Meister zu bezwingen. Aber das Team von Meistertrainer Predrag Radanovic wehrte sich. Innerhalb von 60 Sekunden trafen Kreshnik Gashi, Marcel Gorontzi und Bryant Allen drei Dreier - Werne führte nur noch 84:83. Die letzten Sekunden waren ein Nervenspiel an der Freiwurflinie: Rupprecht traf zum 86:83, Allen zum 86:85, dann fünf Sekunden vor Ende Jordan Rose zum 88:85. Wulfens US-Amerikaner Bryant Allen wurde 0,3 Sekunden vor Ende beim letzten Dreier gefoult. Drei Freiwürfe, die zur Verlängerung hätten führen können. Während die Fans schon die Meisterschaft feierten und die Spieler auf der Bank schon das Aufstiegs-T-Shirt trugen, setzte der 28-jährige Linkshänder den ersten Freiwurf auf den Ring. Damit war allen klar: Wulfen wird mit einer knappen Niederlage Meister. So war es dann auch, beim 88:86 angelten sich die LippeBaskets den letzten Rebound.

Werne feierte den Sieg über den Meister, einen verdienten Sieg aufgrund einer tollen zweiten Halbzeit mit 58 erzielten Punkten. Wulfen startete eine Feier-Orgie, die nicht enden wollte. Die Fans feierten sich selbst, die Aufstiegsmannschaft und alle Offiziellen. Bis tief in die Nacht ging es in Wulfen weiter. Einziger Wermutstropfen: Bei der Abfahrt des letzten Fanbusses, in dem auch die halbe BSV-Mannschaft saß, kam es noch in Hallennähe zu einem Zusammenprall des Busses mit einem Motorradfahrer, der schwer verletzt ins Krankenhaus musste. Der BSV Wulfen wünscht dem 27-jährigen Werner schnelle und gute Genesung.

BSV: Patrik Paschke (10), Alexander Winck (1), Marcel Gorontzi (10/2), Bryant Allen (30/5), Kreshnik Gashi (15/5), Tim Terboven (7), Milan Juskovic, Christian Dreißig (4), Philipp Lensing, Thorben Vadder (5), Lukas van Buer (4), Steffen Piechotta, Semih Sehovic und Jonas Brozio.

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