
Die Basketballer des BSV Wulfen haben den perfekten Start in die Rückrunde der Regionalliga West gefeiert. Mit dem 87:81 (44:37)-Heimsieg über die TuS 59 HammStars schoben sich die Wulfener auf Platz 5 der Tabelle. Doch Pause hat das Team Gary Johnson noch nicht, bereits am kommenden Freitag müssen die Münsterland Baskets in Leverkusen antreten. Leverkusen verlor amSamstag bei den Hertener Löwen, die am 4. Januar 2025 dann ihre Visitenkarte beim Kreisderby am Wulfener Markt abgeben.
Vor dem Spiel gab es schlechte und gute Nachrichten beim BSV. Die schlechten: Leon Oshodin fällt mit einer gebrochenen Rippe aus dem Derby in Dorsten vorerst aus, Simon Dyczmons (Infektion) und Felix Ludwig (Schulter) mussten erneut passen. Umso wichtiger war, dass Powerforward Nils Peters seinen Schichtbeginn um zwei Stunden nach hinten schieben konnte. Und wie wichtig das war: Der 24-Jährige avancierte mit einem lupenreinen Double-Double aus Punkten und Rebounds. (19 Punkte, 11 Rebounds) zu einem der Väter des achten Wulfener Heimsiegs im Neunten Spiel. Den besseren Start ins Match erwischten aber die HammStars, die von 50 mitgereisten Fans lautstark unterstützt wurden. Das erste Viertel dominierte das Team von Ivan Rosic, führte nach 10 Minuten mit 23:16. Doch mit einem bockstarken zweiten Spielabschnitt drehten die Wulfener das Spiel. Der überragende US-Amerikaner Jonas Harper machte im zweiten Viertel 12 seiner am Ende 27 Punkte, allesamt durch Würfe aus der Distanz. Mit einem 28:14 in Abschnitt zwei dreht das Wolfsrudel die Partie, führte zum Seitenwechsel 44:37.
Nach der Pause war es Wulfen, das den besseren Start erwischte. Beim 50:39 war der Vorsprung erstmals zweistellig. Doch eine Hammer Zonenverteidigung stellte das rot-weiße Angriffsspiel zunehmend vor Probleme. Jetzt war es vor allem Alexander Winck, der den Vorsprung vor dem letzten Viertel (62:54) mit acht eigenen Punkten verteidigte. Doch das letzte Viertel wurde dann doch zu einem dramatischen Schlussakkord, obwohl Laurits Wilke am Brett und Jonas Harper per Fastbreak schnell auf 66:54 stellten - es sollte der höchste BSV-Vorsprung bleiben. Denn nun drehte Hamms US-Amerikaner Thomas Miles auf, traf aus allen Lagen und trotz harter Manndeckung. Tarik Jakupic traf zwar noch einen Dreier mit Brett zum 72:62, wenige Minuten später versenkte Hamms Routinier Omar Zemhoute aus der Distanz zum 72:70.
Es wurde laut in der Wulfener Gesamtschulhalle und es kamen die Minuten von Nils Peters. Er punktete am Brett und aus der Mitteldistanz, konterte auch das zwischenzeitliche 76:74 der HammStars (38.). Und auch an der Freiwurflinie war "Officer Peters" nervenstark. Dort brachten Peters, Harper & Co. den wichtigen Erfolg ins Ziel. Wichtig aus Wulfener Sicht auch: Den direkten Vergleich nach der 68:71-Hinspielniederlage in Hamm holte sich der BSV.
Vor dem Spiel hatte WulfenXtream, der größte Fanclub des BSV, zum Christmas Day vor die Gesamtschulhalle eingeladen. Bei schmackhaftem vom Grill, heißem Glühwein und Besuch des Nikolaus wurde sich traditionell am letzten Heimspiel vor Weihnachten auf den Rest der Adventszeit eingestimmt. Eine tolle Aktion von Fans für Fans. Das schönste Weihnachtsgeschenk könnte sich das Wolfsrudel am Freitag in Leverkusen bereiten: gelingt dort der zweite Auswärtssieg der Saison, ginge das Johnson-Team mit einer PlayOff-Platzierung ins neue Jahr.
BSV: Alexander Winck (15/2, 5 Assists), Jonas Harper (27/5, 6 Reb.), Nils Strubich (5/1), Julian Reul, Gabriel Jung (7/1), Laurits Wilke (3), Nils Peters (19, 11 Reb.), Tarik Jakupovic (11/1), Lukas van Buer. Hamm: Dario Stojanovski (6/2), Simon Schwinn, Finn-Luca Philipp, Philipp Tymm (2), Marcel Kirsch (7, 7 Reb.), Enrique Serra Bachs (6/2), Mohamed Abdiwahid (5/1), Thomas Miles. (36/6), Omar Zemhoute. (6/2), Rafael Carton Charfole (7/1), Fabio Galiano (6, 10 Reb.). Schiedsrichter: Benjamin Pakmor (Hilden) und Henning Wentzien (Düsseldorf). Zuschauer: 450. Boxscore.
Fotogalerie by David Groß.