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H1: PlayOffs, Baby!

Erstellt von BSV-Webredaktion | Datum: | Kategorie:  Spielberichte
Foto: David Groß.
Foto: David Groß.

Die Basketballer des BSV Wulfen haben zum fünften Mal in Folge die PlayOffs der Regionalliga West erreicht, spielen ab Ostersamstag um den Aufstieg in die 2. Bundesliga ProB. Am letzten Spieltag der regulären Saison lieferte das Team von Trainer Gary Johnson und seinen Co-Trainern Martin Gruczyk und Jannik Korte den noch fehlenden Heimsieg gegen die TuS 59 HammStars. 85:64 (41:34) hieß es nach 40 intensiven Minuten für die Münsterland Baskets, die nun im April im Viertelfinale als Tabellensechster auf den Tabellendritten BÖRGEL Ballers Ibbenbüren. Spiel 2 findet am Freitag, 10. April 2026, um 20.00 Uhr in der Gesamtschulhalle Wulfen statt. Die HammStars hingegen haben die PlayOffs der besten acht Regionalliga-Teams verpasst und haben Saisonende.

Der BSV freut sich auf das Münsterland-Derby mit Ibbenbüren im Viertelfinale. Auch wenn der Heimvorteil bei den Nord-Münsterländern liegt, möchte der BSV zum dritten Mal in Folge ins Halbfinale einziehen. Allerdings gewann in der regulären Saison Ibbenbüren beide Duelle – in den PlayOffs wird aber alles auf Null gestellt. Den Grundstein zu diesem Evergreen legten die Wulfener Basketballer mit dem Sieg über Hamm.

Vor fast 500 Zuschauern am Wulfener Markt hatte der BSV nur zu Beginn leichte Probleme mit den Gästen aus Hamm, übernahmen Ende des ersten Viertels aber die Führung und gingen mit einem 22:14 in die erste Viertelpause. Von 13:14 sorgte ein Wulfener 9:0-Lauf erstmals für eine deutlichere Führung, die Nils Peters, Paul Lunguana und Leon Oshodin mit ihren Körben herauswarfen.

In den zweiten Spielabschnitt startete Wulfen noch besser, legte zum 31:14 wieder einen 9:0-Lauf aufs Parkett der Gesamtschulhalle – Viertelpausen-übergreifend war das ein 18:0-Run, den diesmal Jonas Peters (2x) und Leon Oshodin mit ihren Dreiern verantworteten. Aber angeführt vom starken US-Amerikaner Gerard Davis holten die Gäste Punkt für Punkt auf, beim 34:31 und 37:34 (18.) war wieder alles offen. Diesmal war es der bärenstarke Nils Peters, der mit zwei Mitteldistanzwürfen die 41:34-Pausenführung für das Wolfsrudel herauswarf.

Dass der BSV dieses Spiel gewinnen musste und unbedingt gewinnen wollte, spürte man im Auftritt der Johnson-Truppe. Der Rebound ging am Ende deutlich mit 45:35 an Wulfen. Und mit wechselnden Verteidigungsvarianten stellte der BSV den Gast immer wieder vor große Probleme. Viertel drei (23:16) und Viertel vier (21:14) dominierte jeweils der BSV, obwohl der etatmäßige BSV-Topscorer Paul Lunguana eher einen gebrauchten Tag erwischte. Dass der US-Amerikaner mit polnischer Abstammung in den zweiten 20 Minuten nur drei magere Punkte erzielte, war für die Wulfener kein Problem, denn das Kollektiv sprang in die Bresche. Am Ende scorten gleich sechs BSV-Spieler zweistellig, bei Hamm schafften das nur die Importspieler Davis (29) und Lawani (10).

Eine fantastische zweite Hälfte spielte BSV-Spielmacher Felix Kwast, der gegen seinen früheren Club gleich vier Dreier bei sechs Versuchen versenkte – den wichtigsten fast mit der Viertelsirene zum 64:50 nach 30 Minuten. Zwischenzeitlich hatte Hamm auf 51:46 (26.) verkürzt, aber die Wulfener zogen immer wieder an, wenn es notwendig wurde. Der Dreier vom Jonas Peters zum 74:57 (36.) war eine Art Vorentscheidung, in den Schlusssekunden machten es Oshodin und Kwast mit ihren Distanztreffern richtig deutlich.

Pünktlich zur wichtigsten Phase der Saison ist beim BSV die Treffsicherheit von der Drei-Punkte-Linie zurückgekehrt, 41 Prozent der Distanzwürfe fanden ihren Weg in die Hammer Reuse (15/36), während die HammStars magere 16 Prozent (4/24) trafen. Am Samstag gewann die bessere Mannschaft, die von einem sensationellen Publikum getragen wurde. Neben dem BSV-Fanclub Wulfen Xtream heizte auch die 6. Kompanie des Schützenvereins Sythen von den Rängen mit Vollgas ein. Hochverdient lösten die Münsterland Baskets auf den letzten Drücker ihr PlayOff-Ticket. Das ganze Dorf freut sich auf das Viertelfinale gegen Ibbenbüren. Am Karsamstag, 4. April 2026, soll ein BSV-Fanbus nach Ibbenbüren zur Sporthalle Ost fahren. Am Freitag, 10. April 2026, wird die Wulfener Gesamtschulhalle aus allen Nähten platzen.

BSV: Alexander Winck (15/2, 9 Reb., 5 Assists), Piet Jaffke, Neo Krizanovic (1), Nils Strubich, Leon Oshodin (14/4), Jonas Peters (12/4, 6 Reb.), Paul Lunguana (13, 6 Reb., 7 Assists), Laurits Wilke (3), Nils Peters (11/1, 9 Reb.), Destiny John, Lukas van Buer (4), Moe Sahin, Felix Kwast (12/4). Hamm: Victor Martinez, Marko Rosic (8/2), Finn-Luca Philipp (7/2), Marcel Kirsch (4, 7 Reb.), Euproprio Gravina, Brandon Lawani (10, 8 Reb.), A. Abdirizaak, Gerard Davis (29), Christoph Schwennecker, Fabio Galiano (4, 6 Reb.), Enriquw Serra Bachs (2). Schiedsrichter: Jan-Niklas Ranff (Düsseldorf), Hiner Akrawe (Pulheim). Zuschauer: 480.

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