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H1: Serie reißt gegen Salzkotten

Erstellt von BSV-Webredaktion | Datum: | Kategorie:  Spielberichte

Auch ein großartiger Kampf in der zweiten Halbzeit reichte den Regionalliga-Basketballern des BSV Wulfen im Heimspiel gegen die ACCENT BASKETS Salzkotten nicht, um ein faktisch schon verlorenes Spiel noch zu wenden. Beim 71:83 (27:52) kassierten die Münsterland Baskets in der Regionalliga West nach zuletzt vier Pflichtspiel-Siegen in Serie wieder eine Niederlage – zum dritten Mal vor eigenem Publikum. Damit rangiert der BSV nun mit ausgeglichenem Punktekonto auf Platz sechs der Tabelle und ist weiter auf PlayOff-Kurs, doch die wahnsinnig ausgeglichene Regionalliga West verzeiht keine Schwächephase. Bereits am kommenden Samstag, an Nikolaus, müssen die Korbjäger aus dem Norden Dorstens zum Abschluss der Hinrunde bei den punktgleichen HammStars antreten, die ihre Schwächephase mit einem Sieg in Münster beendeten. Das nächste BSV-Heimspiel steigt erst wieder am 20. Dezember 2025.

Die erste Hiobsbotschaft erreichte BSV-Traner Gary Johnson schon vor dem Spiel. Center Laurits Wilke fiel krank aus und dieser Ausfall sollte sich gleich im ersten Viertel bemerkbar machen. Denn die groß gewachsenen Salzkottener nutzten ihre Längenvorteile konsequent aus, scorten immer wieder am Brett und schraubten mit einem 8:0-Lauf ihre 14:11-Führung (7.) auf 22:11 zur ersten Viertelpause. Bitter für den BSV, dass Leistungsträger Alexander Winck da schon zwei Fouls auf seinem Konto hatte, dem wenig später Foul Nummer drei folgen sollte. Zwei Dreier von Felix Kwast verkürzten für Wulfen zwar auf 17:25, doch dann brach es über den BSV herein. Der Vizemeister der Vorsaison spielte sich in einen Rausch, traf allein im zweiten Viertel sechs Dreier und schraubte das Resultat auf ungeahnte Dimensionen. 22:52 hieß es nach 19 gespielten Minuten. Ein Dreier von Leon Oshodin und ein Korbleger von Felix Kwast nach Steal von Piet Jaffke zum 27:52-Pausenstand waren aus Wulfener Sicht nur ein schwacher Trost.

Doch die Mannschaft von Gary Johnson hatte sich trotz des immensen Rückstands noch nicht aufgegeben, erhielt aber immer wieder Nackenschläge. Ein Offensivfoul war das 4. persönliche Foul von Alexander Winck – beim 29:56 war für den Wulfener das Match so gut wie zu Ende, später sollte er auch noch ein schnelles 5. Foul kassieren. Dennoch glaubte der BSV noch an sich, ließ sich auch von einem 34:61-Rückstand nicht entmutigen. Das Wolfsrudel kämpfte den schier aussichtslosen Kampf und verkürzte tatsächlich bis zur lertzten Viertelpause auf 53:66.

Plötzlich wachte die Wulfener Halle auf, und als Leon Oshodin per Dreier das 62:69 (33.) erzielte, tobte die Tribüne. Bedingungslos wurden die Münsterland Baskets angefeuert, aber das Momentum wurde den Gastgebern wieder geraubt. In den letzten sechs Minuten erhielten die ACCENT BASKETS satte neun Freiwürfe, von denen sie fünf nutzten. Wulfen kam kein einziges Mal mehr an die Linie, stand sich in der Offensive aber auch teilweise selbst im Weg. Unterm Strich gewannen die Sälzer, die die gesamten 40 Minuten in Führung lagen, verdient. Aber der Schlusspunkt des Spiels gehörte dem erst 16-jährigen Destiny John, der zum 71:83-Endstand seinen ersten Korb in der Regionalliga erzielte.

Wulfen hatte große Moral bewiesen, die zweite Halbzeit auch 44:31 gewonnen, aber die Hypothek des zeitweise 30-Punkte-Rückstands aus Halbzeit eins war eine zu große Hypothek. In Hamm am 6. Dezember 2025 gibt es einen neuen Anlauf, nur der Sieger dieser Partie geht mit einem positiven Punktekonto in die Rückrunde. Großen Dank auch an den Fanclub WulfenXtream, der schon ab 17.00 Uhr zum Glühweinumtrunk vor die Gesamtschulhalle geladen hatte!

BSV: Max Strauß, Alexander Winck, Piet Jaffke, Neo Krizanovic, Nils Strubich, Leon Oshodin (16/2), Jonas Peters (6/2), Paul Lunguana (24, 9 Reb.), Destiny John (2), Lukas van Buer (8, 10 Reb.), Moe Sahin (5/1), Felix Kwast (10/2, 6 Assists). ABS: Max zur Linde (10/1), Max Weber (9/3), Dominik Peters (3/1), Leon Rottkamp, Michael Zanquila, Yannick Giefers (9), Ben Port (13/3, 11 Reb.), Jakob Müller (8, 13 Reb.), Dainius Zvinklys (14/2), Yehor Yakushev (17, 9 Assists). Schiedsrichter: Hiner Akrawe (Pulheim), Henning Wentzien (Düsseldorf). Zuschauer: 211.

Fotogalerie by Jörn Bersuch.

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