
Der 4. Gewinn des Vest Cups bleibt den Regionalliga-Basketballern des BSV Wulfen verwehrt. Nach einem intensiven Halbfinale am Samstagabend verloren die Schützlinge von Gary Johnson hauchdünn mit 68:69 (36:42) beim favorisierten ProB-Aufsteiger Hertener Löwen. Damit geht es am Sonntag um 15.30 Uhr in der Vestischen Arena Recklinghausen, Campus Blumenthal, gegen den Lokalrivalen BG Dorsten um Platz drei. Im Finale stehen sich Gastgeber Citybasket Recklinghausen (84:68 im Halbfinale gegen Dorsten) und die Hertener Löwen (18.00 Uhr) gegenüber.
Der neuformierte BSV hatte den amtierenden Regionalliga-Meister am Rande einer Niederlage. Bei neun Sekunden auf der Uhr hatte der BSV den letzten Angriff, doch der Wurf von Nils Strubich fand nicht den Weg ins Ziel. Herten rettete den hauchdünnen 69:68-Vorsprung ins Ziel - mehr als glücklich. Denn die Löwen, die nach einem harten Foul von Faton Jetullahi und einem Ausruf seines Unmutes dagegen zwar ein technisches Foul gegen Jetullahi kassierten - die fälligen Freiwürde allerdings ausfielen. Denn auch Wulfens Laurits Wilke, der gefoult am Boden lag, ereilte wie aus dem Nichts ebenfalls ein "T" - und die Freiwürfe hoben sich auf uns wurden somit Sekunden vor Ende des Spiels nicht ausgeführt wurden. Nicht nur BSV-Trainer Gary Johnson konnte diesen Pfiff gegen Wilke verstehen, denn er verhinderte die Möglichkeit für Wulfen zum Ausgleich.
Über weite Strecken überzeugte der BSV, der junge Spielmacher Felix Kwast führte umsichtig Regie. Auch US-Import Paul Lunguana war von der Hertener Defense kaum in den Griff zu bekommen. Und obwohl Wulfens Center Lukas van Buer früh foulbelastet war und gerade einmal elf Spielminuten für 5 Fouls erlebte, dominierte der BSV den Rebounds - 47:39 gegen den klassenhöheren Gegner.
Nur das zweite Viertel (10:25) verloren die Wulfener, am Ende eine Nuance zu hoch. Unterm Strich überzeugten die Münsterland Baskets gegen den routinierten und mit drei Importspielern gespickten Gegner mit der reiferen Spielanlage. Hätten die Gastgeber nicht zehn Freiwürfe (21:11) mehr bekommen als der BSV, hätte die Partie auch anders enden können. Mehr als die Hälfte der Hertener Punkte (37 von 69) ging auf das Konto vom Trio Bryant Allen (17), Tarik Jakupovic (14) und Manuel Bojang (6), die auch schon für den BSV gespielt hatten.
Unterm Strich war das 68:69 im Vest Cup-Halbfinale in Herten für den BSV ein großer Schritt nach vorne, auch wenn es die dritte Niederlage im dritten Testspiel war. Sonntag im Spiel um Platz drei gegen Dorsten soll nun das erste Erfolgserlebnis gelingen.
Herten: Tyler Olteanu, Bryant Allen (17/3), Gilbert Gyamfi (9/1), Christian Hinckson (3), Tarik Jakupovic (14, 12 Reb.), Dario Fiorentino, Tim Elkenhans (7/1), Faton Jetullahi (11/3), Manuel Bojang (6/2), Müslim Özmeral (2). BSV: Alexander Winck (5/1), Piet Jaffke (2), Neo Križanović, Nils Strubich (9/1), Leon Oshodin (2), Jonas Peters (9/2), Paul Lunguana (17/1, 8 Reb.), Laurits Wilke (8, 8 Reb.), Destiny John, Lukas van Buer (2), Mie Sahin, Felix Kwast (14/1). Schiedsrichter: Witold Müller (Dortmund), Fynn Brune (Bochum). Zuschauer: 300.