
Können die Basketballer des BSV Wulfen am Freitagabend die große Überraschung perfekt machen und mit einem Heimsieg über die BÖRGEL Ballers Ibbenbüren ins Halbfinale der Regionalliga-PlayOffs einziehen? Am 10. April 2026 beginnt Spiel zwei der Viertelfinal-Serie zwischen den Mümsterland Baskets des BSV und dem Favoriten aus Ibbenbüren um 20.00 Uhr in der Sporthalle der Gesamtschule Wulfen (Wulfener Markt 3, 46286 Dorsten - Wulfen/Barkenberg). Gewinnt der BSV nach den 80:65-Sieg an Karsamstag in Ibbenbüren auch am Freitag, steht er im Halbfinale. Schafft hingegen Ibbenbüren den Auswärtssieg, kommt es am Sonntag (12. April 2026, 16.00 Uhr) in der Sporthalle Ost in Ibbenbüren zum alles entscheidenden dritten Spiel der best-of-three-Serie.
Nach dem gleichfalls verdienten wie überraschenden Auswärtssieg des Tabellensechsten BSV beim Tabellendritten TVI gab Wulfens Trainer Gary Johnson seinen Schützlingen am Ostersonntag und Ostermontag frei. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag wird trainiert, um am Freitag optimal vorbereitet zu sein. Läuft alles nach Plan, kann Johnson seinem Team wieder zwei Tage frei geben, denn bei einem 2:0 am Freitagabend kommt Spiel 3 am Sonntag nicht mehr zur Austragung. So hatte es Wulfen vor zwei Jahren gegen die Hertener Löwen auch getan, als man als Tabellenfünfter den Tabellenvierten im PlayOff-Viertelfinale ausschaltete.
Doch es wird am Freitag ein hartes Stück Arbeit für das Wolfsrudel. Ibbenbürens Trainer Peer Reckinger sprach von der schlechtesten Saisonleistung seiner Mannschaft an Karsamstag. Dabei scorten mit dem niederländischen Aufbau-Routinier Dyon Doekhi (18), Center Jan Wullkotte (13) und dem kosovarischen Ex-Nationalspieler Ardit Pepaj (11) gleich drei Akteure zweistellig. Eigengewächs Tim Kosel (7) und der US-Amerikaner Nieja Jordan (7) sind ebenfalls für zweistellige Punktausbeuten gut. Der junge Münsteraner Joshua Sievers versenkte immerhin zwei Dreier bei drei Versuchen. Und voraussichtlich wird auch Backup-Center Tim-Felix Bühren am Freitag wieder das Ballers-Trikot tragen, nachdem er zuletzt verletzt fehlte.
Aber die individuelle Klasse der Gäste tangiert im BSV-Lager niemanden. Die Wulfener wollen wieder aggressiv verteidigen, mit ihrer Zonenpresse Ibbenbürener Ballverluste provozieren und an den Brettern gut rebounden. Klar, dass in einem PlayOff-Viertelfinale die Rotation kürzer wird, die Coaches vor allem ihre Stammkräfte länger auf dem Feld lassen. Aber das kennt der Wulfener Kader, der über reichlich PlayOff-Erfahrung verfügt. Zum fünften Mal in Folge ist der BSV in die Regionalliga-PlayOffs zum Aufstieg in die 2. Bundesliga ProB eingezogen, am Freitag steht das inzwischen 20. PlayOff-Spiel des BSV in der Regionalliga an, zum 11. Mal hat das Johnson-Team Heimrecht. Und Heimniederlagen gab es in den PlayOffs bislang nur gegen die späteren Meister und ProB-Aufsteiger Herford, Essen und Herten.
Daher geht das Wolfsrudel mit breiter Brust in dieses Spiel 2, weiß wie schon in Ibbenbüren eine stimmgewaltige Anhängerschaft hinter sich. Der Fanclub Wulfen Xtream wird die Münsterland Baskets bedingungslos anfeuern und fordert auch die übrigen Wulfener Zuschauer auf, hinter dem Team zu stehen. „Das ganze Dorf muss Freitag in die Halle, alle Wulfener Fans sollen rote oder schwarze Oberteile tragen“, sagt Nico Pal von Xtream. Dann sieht jeder, wer den Heimvorteil hat.
Personell geht Wulfen wieder in Bestbesetzung ins Spiel, Polizist Nils Peters hat sich für Freitag und Sonntag bereits schichtfrei genommen. Er ist genauso wie sein Bruder Jonas einer der Kandidaten, der am Freitag zweistellig scoren könnte. In Spiel 1 schafften das im BSV-Trikot nur Paul Lunguana und Felix Kwast. Auch Leon Oshodin und Alexander Winck setzen in eigener Halle auf eine bessere Wurfquote – letztlich zählt unterm Strich aber nur der Teamerfolg.
Allen Zuschauern empfiehlt der BSV, sich frühzeitig im Ticketportal des BSV eine Eintrittskarte zu sichern, Saisonkarten haben in den PlayOffs keine Gültigkeit (haben aber einen Preisvorteil!). Wegen der defekten Tribüne der Gesamtschulhalle sind nur 897 statt der sonst üblichen 942 Zuschauer zugelassen.
Wulfener Zuschauer wird empfohlen, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Gesamtschulhalle zu kommen. Autofahrer sollten auf dem Lehrerparkplatz der Gesamtschule oder am Wulfener Markt (Kindergarten/frühere Ladenzeile) parken und den kurzen Fußweg an der Gesamtschule vorbei über den Midlicher Bach zur Halle nehmen.
Wer kein Ticket mehr bekommt, muss sich nicht grämen, die Dorstener Zeitung streamt das Spiel live ab 19.55 Uhr auf www.dorstenerzeitung.de und in der App der Dorstener Zeitung. Die Münsterland Baskets werden beim Einlaufen von seiner offenen U10 begleitet, die Cheerleader des BSV zeigen ihr Landesmeister-Programm. In der Halbzeitpause werden zudem die traditionellen Ehrungen des Jahres durchgeführt. Und der Förderverein des BSV hat in seinem PlayOff-Special wieder spritzige Spaßgetränke im Angebot!