MüBas BSV
"

H1: Wölfe bieten den Drachen lange Paroli

Erstellt von BSV-Webredaktion | Datum: | Kategorie:  Spielberichte
Bis Mitte des dritten Viertels konnten die Wölfe noch gut dagegenhalten und führten gar mit 9 Punkten!

Am Ende des Freitagspiels beim Aufstiegskandidaten Dragons Rhöndorf standen die Regionalliga-Basketballer des BSV Wulfen mit leeren Händen da: 86:68 hieß es nach 40 Minuten für de Gastgeber, die Münsterland Baskets kassierten im dritten Ligaspiel ihre dritte Niederlage. Auch wenn der BSV zusammen mit Aufsteiger TuS 59 HammStars noch sieglos am Tabellenende steht, schrillen in Wulfen keine Alarmsirenen. Denn die Wölfe lieferten in der stimmungsvollen „Drachenhölle“ ein über weite Strecken tolles Spiel, mussten am Ende aber ihrer fehlenden Kraft Tribut zollen.

Denn gleich drei starting-five-Spieler fehlten BSV-Trainer Gary Johnson in Bad Honnef. Center-Routinier Michael Haucke (Rücken) und Forward Erik Neusel (Sprunggelenk) saßen nur in Zivil auf der Bank, Jonas Kleinert musste aus privaten Gründen passen. Umso überraschender dann, dass der BSV die erste Halbzeit dominierte. Im ersten Viertel führte der neue BSV-Kapitän Alexander Winck sein Team an. Der erst 20-Jährige war bis zum 11:3 (5.) schon für 8 Wulfener Punkte verantwortlich, stand bei der überraschenden 22:15-Viertelführung schon bei 13 Zählern. Und mit intensivem Spiel, guten Offensivoptionen und starken Rebounding von Sadiq Ajagbe und Lukas van Buer verteidigten die Wulfener diese Führung bis zur Halbzeit: 39:32 lag der BSV vorne, gewann das Rebound-Duell mit 21:15 (am Ende mit 36:34).

Sollte die Sensation beim turmhohen Favoriten und seiner Profi-Mannschaft gelingen? Nein. Denn in der zweiten Hälfte riss beim BSV etwas der Faden, auch weil die Gastgeber nun aggressiver verteidigten. Insbesondere Bryant Allen und Alexander Winck erhielten eine Sonderbewachung. Das Duo musste aber den Ballvortrag und auch die Hauptlast des Scorings schultern. BSV-Trainer Gary Johnson gab sich nach dem Spiel selbstkritisch: „Ich hätte beide im dritten Viertel nicht durchspielen lassen dürfen. Am Ende fehlte ihnen die Kraft.“

In der 28. Minute führte Rhöndorf beim 53:51 das erste Mal, ging mit einem 56:51-Vorsprung in den Schlussabschnitt. Als dort dann der junge Deutsch-Litauer Simonas Lukosius heiß lief, war die Messe für den BSV gelesen. Auch Gabriel de Oliveira, Powerforward des Bundesligisten Telekom Baskets Bonn mit Doppellizenz für Rhöndorf, nutzte seine Freiheiten nun deutlich. Wulfen hatte ohne Haucke und Neusel körperliche Nachteile. Letztlich war das Ergebnis um 10 Punkte zu hoch, der erste Rhöndorfer Heimsieg der Saison aufgrund der Leistungssteigerung in Halbzeit zwei verdient.

Wulfen hat am Sonntag spielfrei, während die Liga-Konkurrenz den Doppel-Spieltag fortsetzt. Der BSV muss am kommenden Samstag in Köln beim Überraschungs-Spitzenreiter Deutzer TV antreten. Die Ost-Kölner gewannen auch ihr drittes Spiel, grüßen von der Tabellenspitze. Deutz gegen Wulfen ist Erster gegen Letzter – die Wölfe nehmen diese Herausforderung an.

BSV: Šilić (5/1), Winck (22/5), Brozio, Allen (19/3, 6 Assists), Ajagbe (6, 10 Rebounds), Steffens (3/1), Peters (9/1), van Buer (4, 6 Rebounds), Wessel, Hohmann. Dragons: J. Albrecht (9/1, 7 Assists), de Oliveira (24, 7 Rebounds), Engelhardt (3/1), P. Albrecht (8/1, 8 Rebounds), Schmidt (o.E.), Drews (7), Lukosius (25/7), Petojevic (2), Burgunder (o.E.), Ghotra (o.E.), Kotieno (8), Ndiaye (o.E.). Schiedsrichter: Elisa Martin, Said Okka. Zuschauer: 150

Wählen Sie aus folgenden Kategorien aus