
In den PlayOffs der 1. Basketball-Regionalliga sind die Münsterland Baskets des BSV Wulfen mit einem 91:78 (46:40)-Heimsieg über die N E W Elephants Grevenbroich in der best-of-three-Serie des Viertelfinales in Führung gegangen. Ein Sieg fehlt dem Wolfsrudel noch zum Einzug ins Halbfinale um den Aufstieg in die 2. Baskeball-Bundesliga ProB. Am kommenden Freitag (11. April 20252, 20.00 Uhr) steigt Spiel zwei der Serie in Grevenbroich, der BSV setzt einen Fanbus ein (Abfahrt 18.00 Uhr in Wulfen, Schützenfestplatz). Sollte Grevenbroich da zum 1:1 ausgleichen, kommt es am Sonntag, 13. April 2025, 16.00 Uhr, zum Showdown in der Gesamtschulhalle.
Ihren Heimvorteil in Spiel 1 des Viertelfinales nutzten auch die Hertener Löwen (gegen BBG Herford) und die ACCENT BASKETS Salzkotten (gegen TuS 59 HammStars). Ausgerechnet Hauptrunden-Meister BBA Hagen stolperte gegen den Tabellenachten DTV Basketball Köln sensationell deutlich in eigener Halle. Ins Halbfinale ziehen die vier Mannschaften ein, die zuerst zwei Siege haben. Das Halbfinale ist das große Ziel des BSV, am liebsten gegen den Kreisrivalen Hertener Löwen.
Der Sieg in Spiel 1 am Samstag vor knapp 400 Zuschauern in der Gesamtschulhalle war hochverdient, aber am Ende doch hochdramatisch. Ganze 14 Sekunden lagen die Gäste aus dem Rheinlang in Führung, ansonsten dominierte der BSV das Geschehen. 65:50 (27.) war die höchste Wulfener Führung im dritten Viertel. Und doch sollte es am Ende spannend werden. Tim Elkenhans verkürzte aus Elephants-Sicht auf 77:80 – Wulfens Sieg geriet plötzlich in Gefahr. Dass dann ausgerechnet Alexander Winck sich ein Herz fasste, zum Korb zog und bei seinem Korbleger zum 82:77 auch noch gefoult wurde, war kein Zufall. Den Bonusfreiwurf versenkte Wulfens Bester am Samstagabend zum 83:77 und krönte damit einen überragenden Auftritt. Tarik Jakupovic, Nils Peters und Gabriel Jung machren anschließend den Deckel drauf für das Team von Gary Johnson und Co-Trainer Martin Gruczyk. Die Wulfener Fans bejubelten und besangen den Erfolg, der aber erst das 1:0 in der Serie bedeutete.
Johnson agierte mit einer kleinen Rotation, ließ seine Leistungsträger lange auf dem Feld. Alexander Winck dankte es mit einer Effektivität von 39, Jonas Harper (17), Tarik Jakupovic (15), Gabriel Jung (11) und Nils Peters (10) mit einer zweistelligen Ausbeute und Leon Oshodin mit starken 11 Rebounds. Aber auch Kapitän Nils Strubich (4 Fouls), Laurits Wilke und der angeschlagene Lukas van Buer hatten ihren Anteil am Erfolg. Youngster Julian Reul wurde nur deshalb um seine ersten PlayOff-Sekunden gebracht, weil Alex Winck den letzten Freiwurf des Spiels vergab. Simon Dyczmons ist weiterhin verletzt.
Ab Montag beginnt beim BSV die Vorbereitung auf Spiel 2 in Grevenbroich, auch Dienstag und Mittwoch wird trainiert – ehe Gary Johnson seinem Kader vor dem Freitag-Spiel einen freuien Tag einräumt. Denn für das Ziel PlayOff-Halbfinale gibt das eingeschworene Wolfsrudel alles. Die Basketball-Euphorie im kleinen Wulfen ist zurück, die Plätze im Fanbus am Freitag sind begehrt.
BSV: Alexander Winck (29/5, 7 Reb., 6 Ass.), Jonas Harper (17/1, 5 Ass.), Nils Strubich (3/1), Leon Oshodin (6, 11 Reb.), Julian Reul, Gabriel Jung (11/2, 6 Reb., 6 Ass.), Laurits Wilke, Nils Peters (10), Tarik Jakupovic (15, 6 Reb.), Lukas van Buer. Elephants: Chiedu Okwuokei (17/1, 13 Reb.), Rassim Diallo, David Trierscheidt, Stergios Augusto, Jacob Washington (29/5, 6 Reb.), Viktor Frankl-Maus (14/4, 10 Ass.), Oluwashore Adenekan (2), Maximilian Kracht, Jonathan Broer (4), Tim Elkenhans (12/2), Moses Kazembola, Fritz Hoffmann. Schiedsrichter: Nils Bergenthum (Bochum), Dr. Hiner Akrawe (Köln). Zuschauer: 380. Boxscore.