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H1: Wulfen macht den Halbfinal-Einzug perfekt

Erstellt von BSV-Webredaktion | Datum: | Kategorie:  Spielberichte
Foto: David Groß.

Die Regionalliga-Basketballer des BSV Wulfen haben es wieder getan! Zum vierten Mal in fünf Jahren und zum dritten Mal in Folge ziehen die Korbjäger vom Wulfener Markt ins PlayOff-Halbfinale der Regionalliga West ein und kämpfen nun gegen den turmhohen Meisterfavoriten BBA Hagen um den Finaleinzug. Nach dem 80:65-Auswärtssieg am Karsamstag in Ibbenbüren gewannen die Münsterland Baskets des BSV auch Spiel zwei der best-of-three-Serie gegen die BÖRGEL Ballers Ibbenbüren mit 79:76 (37:30).

Der Tabellensechste kegelte den Tabellendritten mit 2:0 aus dem Wettbewerb. Wulfens Halbfinal-Gegner BBA Hagen setzte sich souverän mit 2:0 gegen die ProA-Reserve vom TSV Bayer 04 Leverkusen durch. Sensationell schaltete auch der Tabellenachte SV 70 Haspe den Hauptrunden-Meister Grevenbroich Elephants mit 2:0 aus. Die Hasper müssen auf ihren Halbfinalgegner noch warten, am Sonntag treffen sich in Herford die gastgebende BBG und der DTV Basketball Köln zu Spiel drei der Viertelfinal-Serie.

In Wulfen kannte der Jubel nach Ertönen der Schlusssirene keine Grenzen, denn der Außenseiter hatte den Favoriten aus Ibbenbüren, der vor zwei Jahren noch in der 2. Bundesliga ProB gespielt hatte, mit 2:0 ausgeschaltet. In der regulären Punkterunde war Wulfen mit 80:104 sowie 56:87 gegen Ibbenbüren regelrecht abgesoffen. Aber pünktlich zu den PlayOffs hatte Wulfens Trainerlegende Gary Johnson sein Team bestens präpariert. Der Sieg am Freitagabend vor 712 Zuschauern in der prächtig gefüllten Gesamtschulhalle Wulfen war hochverdient. Nahezu das gesamte Spiel hatte der BSV geführt, auch wenn die Schlussphase zu einem wahren Krimi wurde.

Mit einem 9:0-Blitzstart fegte das Wolfsrudel in den ersten Minuten über den Gast aus dem Nordmünsterland hinweg, aber bis zur ersten Viertelpause kam der TVI auf 24:18 heran. Im zweiten Viertel konnte Wulfen minutenlang nur von der Freiwurflinie scoren, führte dennoch 30:23 (16.). Urpötzlich glich der Gast zum 30:30 aus. Doch der BSV konterte wieder mit Freiwürfen zum 32:30 durch Topscorer Paul Lunguana, danach durch die ersten Feldkörbe des Viertels: Felix Kwast zum 34:30 und Leon Oshodin aus der Distanz zum 37:30.

Wie der sichere Sieger sahen die Münsterland Baskets angesichts den Führungen von 53:41 (26.) und 65:50 (29.) aus. Aber in einer umkämpften Partie, in der Wulfen wie schon in Spiel eins immer wieder seine gefürchtete Zonenpressdeckung einsetzt, bestand noch vier Minuten vor Ende eine Wulfener Zehn-Punkte-Führung: 74:64. Und doch wurde es dramatisch, als Niklas Husmann und der niederländische Routinier Dyon Doekhi für den TVI das Heft in die Hand nahmen und Lunguana und Kwast wichtige Wulfener Freiwürfe liegen ließen.

Beim 75:74 (39.) und 77:76 (40.) hatten die Ibbenbürener sogar zweimal die Chance, erstmals im Match in Führung zu gehen. Aber zweimal verteidigte Wulfen stark, Paul Lunguana und Alexander Winck holten wichtige Bälle. 26 Sekunden vor Schluss versenkte Winck nervenstark zwei Freiwürfe zum 79:76, scheiterte 2,9 Sekunden vor Ende aber mit einem Freiwurf, den die Schiedsrichter nach einem Flopping von Doekhi verhängt hatten. Noch einmal hieß es Zittern, doch Felix Kwast fing den letzten Ibbenbürener Einwurf ab – das war der Sieg für den BSV.

Wulfens Trainer Gary Johnson hatte in diesem Viertelfinal-Krimi mit einer ganz kurzen Rotation gespielt, der am Finger verletzte Lukas van Buer und die beiden Guards Piet Jaffke und Moe Sahin erhielten keine Spielzeit. Ganz bitter erwischte es am Ende der 1. Halbzeit Neo Križanović, der mit Verdacht auf Achillessehnenriss in die Uniklinik Essen eingeliefert wurde. Für den 20-Jährigen sind die PlayOffs beendet, alle Daumen sind für eine schnelle Gesundung gedrückt.

Das Halbfinale gegen die BBA Hagen, Tabellenzweiter der Hauptrunde, wird ebenfalls wieder nach dem Modus „best of three“ ausgetragen. Am Samstag, 18. April 2026, 19.30 Uhr, ist die BBA Hagen in der Eilper Rundsporthalle Gastgeber, Spiel zwei steigt am Freitag, 24. April 2026, 20.00 Uhr, in der Gesamtschulhalle Wulfen. Ein mögliches drittes Spiel bei 1:1-Ausgleich fände am Sonntag, 26. April 2026, wieder in Hagen-Eilpe statt.

BSV: (Max Strauß) Alexander Winck (10/1, 6 Reb, 3 Steals), Piet Jaffke, Neo Križanović, Nils Strubich, Leon Oshodin (9/2, 7 Reb.), Jonas Peters (8/2), Paul Lunguana (19/1, 7 Reb., 3 Steals), Laurits Wilke (10), Nils Peters (9/1, 5 Reb.), (Destiny John) Lukas van Buer, Moe Sahin, Felix Kwast (14/1, 5 Assists). TVI: Ben Abderrahmane (5/1), Tim Kosel (2, 9 Reb.), Tjalle Dietz (1), Joshua Severs (5), Niklas Husmann (9/1), Ardit Pepaj (13/3, 5 Reb.), Tim-Felix Bühren (4), Jan Wullkotte (13), Nieja Jordan, Dyon Doekhi (24/5, 6 Reb.). Schiedsrichter: Michel Kremer (Wuppertal), Henning Wentzien (Köln). Technische Kommissarin: Carolin Hauke-Paskuy (Köln). Zuschauer: 712.

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