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WBV-Pokal (H): Pokal-Aus im Viertelfinale

Erstellt von BSV-Webredaktion | Datum: | Kategorie:  Spielberichte

Die Basketballer des BSV Wulfen haben den Einzug ins FinalFour-Turnier im Pokalwettbewerb des Westdeutschen Basketball-Verbandes (WBV) am Mittwochabend verpasst. Im Viertelfinale verloren die Wulfener beim Spitzenreiter der Regionalliga West, den NEW Elephants Grevenbroich, mit 83:94 (45:47). Das Team von Trainer Gary Johnson und der Wulfener Übungsleiter selbst haderten allerdings mit den Begleitumständen. Unterm Strich präsentierte sich der BSV zur Niederlage in Ibbenbüren am Samstag deutlich verbessert und war dem hohen Favoriten lange ebenbürtig.

Dass die Wulfener fast drei Stunden für die Anreise durch den Feierabendverkehr der Rhein-Ruhr-Region nach Grevenbroich benötigten, war weniger das Problem. 45 Minuten Warmup reichten, um gut ins Spiel zu finden. Ein echter Lichtblick war das Comeback von Wulfens Powerforward Nils Peters, der gut acht Monate nach seinem Achillessehnenriss im letztjährigen PlayOff-Halbfinale gegen die Hertener Löwen gleich in der Starting Five des BSV stand und starke Aktionen hatte. Die Wulfener 9:8-Führung machte Peters selbst, fischte in den ersten fünf Spielminuten nicht weniger als fünf Rebounds. Die weiteren BSV-Starter Leon Oshodin, Laurits Wilke, Alexander Winck und Paul Lunguana schraubten die Wulfener Führung auf 18:10. Doch leider wendete sich dann das Blatt, die Elephants konterten die 9:0-Serie des BSV mit einem 14:1-Run zur eigenen 29:22-Führung nach dem ersten Viertel.

Die Grevenbroicher 38:27-Führung (14.) konterte wieder Nils Peters mit zwei Körben (38:31), ehe zwei Dreier der Gastgeber durch Robin Straub und Juri Glavovic das Resultat auf 44:31 stellte. Aber die Münsterland Baskets blieben ruhig und hatten Antworten auf das schnelle Spiel der Rheinländer. Center Laurits Wilke mit sechs Punkten in drei Minuten, ein Dreier von Felix Kwast und ein Korb von Alexander Winck nach Offensivrebound bedeuteten das 42:44 aus Wulfener Sicht, Kapitän Nils Strubich glich aus der Distanz sogar zum 45:45 aus. Nach dem Seitenwechsel hielt der BSV das Unentschieden (51:51 durch Wilke, 25.), kassierten dann aber zwischen der 26. und 30. Minute einen 15:2-Lauf des Regionalliga-Spitzenreiters (66:53 nach dem dritten Vierttel).

Dennoch glaubte der BSV an seine Chance, denn mehrmals hatte das Johnson-Team Antworten auf Grevenbroicher Läufe gefunden. Doch in der 31. Minute überschlugen sich am Torfstecherweg in Gustorf die Ereignisse. Nils Peters wurde bei einem Wulfener Angriff festgehalten, befreite sich mit einer Armbewegung. Diese Bewegung werteten die Unparteiischen als Offensivfoul, erhöhten die Bewertung dann sogar auf „unsportliches Foul“ von Peters. Die Nachfrage von BSV-Co-Kapitän Alexander Winck, warum auf „unsportlich“ entschieden wurde, beantwortete Schiedsrichter Thomas Pohl mit einem technischen Foul gegen Winck – sein viertes. Die drei Freiwürfe nutzte Grevenbroich zum 69:53, doch wenige Sekunden später gab Pohl ein technisches Foul gegen BSV-Trainer Gary Johnson: 70:53 für Grevenbroich. Den nächsten Grevenbroicher Angriff schloss Grevenbroichs Trierscheidt gegen den verteidigenden Alexander Winck zum 72:53 ab, Winck nahm Blickkontakt mit Schiedsrichter Pohl auf und deutete mit seinen Zeigefingern das Schrittfehler-Zeichen an. Das reichte dem Unparteiischen, um ein zweites technisches Foul gegen Alexander Winck zu verhängen, der damit die Halle verlassen durfte.

Alle Szenen spielten sich in der 31. Minute ab, die Wölfe konnten mit der Linie der Schiedsrichter leider nicht umgehen. Dennoch stemmte sich der BSV weiter gegen das drohende Aus im Pokal. Bis auf 70:81 (37.) und 83:92 (40.) kam der BSV noch heran, Grevenbroich brachte den Vorsprung aber sicher über die Zeit. In den letzten sieben Spielminuten erzielte Wulfens Importspieler Paul Lunguana nicht weniger als 19 Punkte, hatte aber zuvor nur einen einzigen Feldkorb erzielt. Weiterhin hielt Wulfen das Spiel lange offen, auch weil die Reboundarbeit deutlich verbessert war und insbesondere Nils Peters dem BSV mehr Stabilität gibt. Letztlich verteidigte Grevenbroich seine weiße Heimweste erfolgreich und wird sich wohl um die Ausrichtung des FinalFour-Turniers am 28./29. März 2026 bewerben.

Elephants: Rankine (22/2), Trierscheidt (13), Augusto, Bruns (10), Okpara (10), Glavovic (23/3), Kracht, Brier (2), Karembila (2), Montenarth, Hoffmann, Straub (12). BSV: Alexander Winck (8), Piet Jaffke, Nils Strubich (7/1), Leon Oshodin (11/3), Jonas Peters (2), Paul Lunguana (24/2), Laurits Wilke (12, 3 Blocks), Nils Peters (8, 8 Reb.), Lukas van Buer (3), Moe Sahin (2) und Felix Kwast (6/2). Schiedsrichter: Thomas Pohl (Alpen), Henning Wentzien (Düsseldorf). Zuschauer: 320.

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