Das Viertelfinale im WBV-Pokal der Männer hält zum Auftakt gleich ein vorweggenommenes Finale bereit: am Mittwoch (11. Februar 2026, 20.00 Uhr) treffen in der Großsporthalle Gustorf am Torfstecherweg in Grevenbroich der aktuelle Regionalliga-Spitzenreiter Elephants Grevenbroich und der viermalige WBV-Pokalsieger BSV Wulfen aufeinander. Nur zu gerne würde der BSV, vor einem Jahr Ausrichter des ersten FinalFour im WBV-Pokal auf NRW-Ebene, wieder ins Halbfinale und damit ins FinalFour einziehen. Aber die Hürde könnte mit dem Liga-Primus nicht höher sein. Die Elephants mit ihrem US-Superstar Howard Rankine sind durch ihren Heimvorteil turmhoher Favorit gegen die Münsterland Baskets. Und dennoch rechnet sich der BSV etwas aus. Aus diesen Gründen:
- Am 3. Januar 2026 fügte der BSV den Elephants in Wulfen die letzte Liga-Niederlage zu. 97:91 gewann das Johnson-Team, Grevenbroich hatte damals auf den großen Positionen einige Ausfälle. Aber gespielt wird beim Basketball immer nur 5 gegen 5. Neben Bayer Leverkusen 2 ist der BSV das einzige Team, das die Grevenbroicher in dieser Saison schlagen konnte.
- Der Pokal hat seine eigenen Gesetze, es ist ein klassisches do-or-die-Match, auf Deutsch: siegen oder fliegen. Der BSV ist eine ausgesprochene Pokal-Mannschaft, stand in den letzten vier Jahren dreimal im WBV-Pokalfinale. Auch die BSG Grevenbroich war schon WBV-Pokalsieger, an die vier Titel des BSV von 1991, 2004, 2010 und 2022 kommen die Rheinländer aber nicht heran.
- Die Wulfener haben nichts zu verlieren am Mittwoch, jeder rechnet mit einem Grevenbroicher Sieg. Denn die Elephants sind in der gesamten Regionalliga-Saison – inklusive Pokal – zu Hause ungeschlagen. Der Druck liegt also bei den Blau-Weißen, während die Rot-Weißen nur gewinnen können.
- Personell könnte es am Mittwoch zu einem Comeback beim BSV kommen. Knapp zehn Monate nach seinem Achillessehnen-Riss im Playoff-Halbfinale gegen Herten kehrt Powerforward Nils Peters in den BSV-Kader zurück. Behutsam will Trainer Gary Johnson Nils Peters wieder heranführen, der erste Schritt könnte im Pokal erfolgen.
Trainer-Novize Viktor Frankl-Maus wird am Mittwoch wieder auf seine Topspieler Howard Rankine (22 Punkte pro Spiel), Juri Glavovic (16), Leon Okpara (15,4) und Robin Straub (12) setzen. Rankine ist dabei kaum zu stoppen, am Samstag drehte er mit 17 Punkten im letzten Viertel das Match gegen Salzkotten fast im Alleingang, 30:10 ging das Schlussviertel an den Tabellenführer. Wulfen setzte seine Generalprobe in Ibbenbüren in den Sand – am Mittwoch muss das Team um Nils Strubich explodieren. Dann ist der Einzug ins FinalFour des WBV-Pokals möglich.