Mit einem Schnitt von 6,7 Punkten pro Spiel war Jan Sprünken in der vergangenen Saison der treffsicherste Deutsche Schütze in Reihen des BSV Wulfen. Aus beruflichen Gründen musste der 34-jährige aus Münster das Wulfener Team jedoch schon nach einer Saison wieder verlassen. Sprünken ist nun in Südamerika angekommen, wo er bis Mitte des nächsten Jahres ein Auslandssemester an der Universität PUCP in Limia (Peru) absolviert. Und da staunten die Verantwortlichen des BSV in den vergangenen Tagen nicht schlecht, als plötzlich die offizielle Bitte um Freigabe des Spielers über den DBB in den elektronischen Briefkasten von bsv-wulfen.de flatterte.

1011_bsv_schwelm_spruenkenDie Südamerikaner sind schnell auf die Qualitäten Sprünkens aufmerksam geworden und haben ihn gleich überzeugt, doch in der höchsten Liga mit auf Korbjagd zu gehen. Dabei hatte Jan das eigentlich garnicht im Sinn. Er wollte sich nur ein wenig fit halten und nutzte so die Gelegenheit etwas zu spielen, wenn zweimal in der Woche die Sporthalle der Uni für die Studenten geöffnet wird. Nach seinen ersten Aktionen kam gleich der Trainer der Mannschaft zu ihm, der ihm von der Spielersuche eines Trainerkollegen berichtete. Sprünken wurde noch am selben Abend zum Training abgeholt und gleich "feierlich" in das Team aufgenommen. Erst später fand der 34-jährige, ehemalige Bundesliga-Profi heraus, dass er da grad in einer Mannschaft gelandet ist, die in der höchsten Peruanischen Liga spielt und täglich trainiert. Doch der ehemaligen Allround-Waffe der Wulfener Wölfe gesteht man zu, auch nur zweimal in der Woche mitzutrainieren und ist froh, ihn überhaupt dabei zu haben.

Jan Sprünken muss jedoch nun auf einer anderen Position ran, als er es gewohnt war, wie der 34-jährige augenzwinkernd berichtet: "Das Level hier scheint nicht allzu hoch zu sein. Ich bin von meiner Statur her hier ein klassischer Power Forward, was meinem Spielstil ja auch eigentlich entspricht, wie wir alle wissen... Man könnte sagen, ich sei der Joe Henley von San Marcos - und das allein durch die Fähigkeit, größer als 1,80 m zu sein. Wirklich hoch springen können muss ich dafür noch nicht. Ich habe keine Ahnung, wie stark die Liga hier ist, ich habe bisher nur eine Halbzeit von einem Spiel gesehen, wo "meine Truppe" mit gut 40 verloren hat." - Was sich nun ändern dürfte, dank "Jan, the german gun".

Auf sein wohl letztes, aktives Jahr in Deutschland, blickt Sprünken zufrieden zurück: "Ich kann nur für mich sagen, dass Wulfen für mein letztes Jahr ein absoluter Glücksgriff war! Dadurch, dass sich so viele Leute im Verein engagieren, sind die Strukturen im Verhältnis zur Stadtgröße einfach extrem professionell und wir Spieler brauchten uns wirklich nur noch aufs Training zu konzentrieren. Das haben wir auch getan. Ich finde wir haben sehr hart und gut trainiert. Ich kannte Kappenstein ja nicht als Trainer, war aber schnell überzeugt von seiner Arbeit. Wir waren erfolgreich - zu recht - und das Fazit muß somit einfach positiv sein, allerdings hat man zwischendurch auch immer wieder gesehen, dass mit Kleinigkeiten noch mehr drin gewesen wäre.".

Wir wünschen Jan eine privat, sportlich und beruflich erfolgreiche Zeit in Peru und sind gespannt auf die nächsten Berichte!

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