Und es gibt diese Stadt doch: Bielefeld! Anders als im Internet kolportiert, Bielefeld würde es gar nicht geben. Denn am Samstag um 18 Uhr müssen die Basketballer des BSVV Wulfen am 3. Spieltag der 2. Regionalliga Westfalen nach Bielefeld reisen und stehen vor einer großen Auswärtshürde.

Anfang des Jahres kassierten die Münsterland Baskets in Ostwestfalen eine schmerzhafte 74:75-Niederlage in Bielefeld, die das endgültige Aus aller Aufstiegshoffnungen bedeutete. Einen solchen Rückschlag soll es am Samstag (18 Uhr, Carl-Severing-Schule, Flachsstraße) nach Möglichkeit nicht geben. Ziel des BSV Wulfen ist es, mit drei Siegen aus drei Spielen in die lange Herbstferien-Pause zu gehen, erst am 3. November geht es mit dem Topspiel gegen Barop in der Meisterschaft weiter. Mit dem Spiel in Bielefeld hat Wulfen aber noch keine Pause, denn für Donnerstag, 11.10., ist noch das Pokalspiel in der 2. Runde des WBV-Pokals gegen den klassenhöheren SVD Dortmund in der Gesamtschulhalle Wulfen terminiert.

Der BSV konnte den Gegner vor einer Woche in Schwelm beobachten. Ob der TSV E aber zu Hause in der gleichen Besetzung spielt, weiß BSV-Trainer Predrag Radanovic nicht. Bielefelds Trainer Ilja Masnic haben die Wulfener zudem in keiner guter Erinnerung. Der frühere bosnische Nationalspieler war Headcoach der Westfalen Mustangs, die dem BSV 2017 den Titel wegschnappten und die direkte Rückkehr in die 1. Regionalliga vermasselten. Demnach hat der BSV noch einige alten Rechnungen mit den "Dolphins" offen.

Voller Einsatz ist auch beim zweiten Auswärtsspiel in Ostwestfalen wieder gefragt!
(Foto: Robert Szkudlarek)

Personell sieht es beim BSV immer noch nicht perfekt aus. Thorben Vadder und Kreshnik Gashi sind zwar wieder ins Training eingestiegen, dürften aber in Ostwestfalen noch keine Einsatzzeiten bekommen. Center Lukas van Buer ist krank und verpasst das Abschlusstraining, Tim Terboven laboriert noch an einer Handverletzung aus dem Hamm-Spiel. Durchaus denkbar, dass Routinier Philipp Lensing zur starting five des BSV gehört. Predrag Radanovic hat dennoch schon im Kopf, wer den brandgefährlichen Flügelspieler Dzemal Taletovic bewachen soll. Nicht weniger hoch einzuschätzen ist Rückkehrer Bastian Landgraf, der beim Nachbarn in Herford zu den Leistungsträgern in der 1. Regionalliga gehörte. Mirko Derek ist Bielefelds stärkster Center, Moritz Kutkuhn bringt viel Erfahrung mit. Youngster Leo Döring glänzte zum Saisonstart beim 79:72-Heimsieg über die Lippebaskets Werne mit vier Dreiern. Auch ihm muss der BSV ganz besonders auf die Finger schauen.

Auch wenn aus Kostengründen kein Fanbus eingesetzt werden kann, hofft das BSV-Team wie in Hamm und gegen Iserlohn auf die bekannte lautstarke Unterstützung seiner Fans. Einige Schlachtenbummler machen sich auf den weiten Weg nach Bielefeld. "Mein Team wird alles dafür tun, dass wir mit zwei Punkten aus Ostwestfalen zurückkommen. Das wäre der nächste Schritt auf unserem langen Weg zum großen Ziel", sagt Predrag Radanovic. Gegen Bielefeld, das wie der BSV schon in der 2. Bundesliga spielte, muss ein Sieg her - egal wie. Danach können sich die Wulfener mit dem Pokalschlager gegen Dortmund-Derne (11.10., 20:15 Uhr) und dem Liga-Topspiel gegen Dortmund-Barop (3.11., 20 Uhr) beschäftigen.         

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